Die Sternsinger sind wieder unterwegs

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Klopften auch bei Jörg Dix an: Die Sternsinger Jörg Frank, Kai Janßen und Matheis Wolf (v.l.) zogen am Dienstag durch Büsbach. Foto: J. Lange

Stolberg. Während am Dienstag in Hamburg bundesweit die 52. Aktion eröffnet wurde, waren in Büsbach die Sternsinger bereits unterwegs.

Wie zahlreiche Kollegen in der Kupferstadt in diesen Tagen rund um den Dreikönigstag am 6. Januar, zogen auch Jörg Frank, Kai Janßen und Mathis Wolf von Haus zu Haus, baten um eine Spende, sprachen den Segen und zeichneten die Segensformel 20C+M+B10 an die Haustüre, die neben der Jahreszahl als Zeichen der Dreifaltigkeit sowie für das Lateinische „Christus mansionem benedicat” („Christus segne dieses Haus”) steht.

„Kinder finden neue Wege - Utub yoon bu bees” heißt das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen, bei der zwischen München und Kiel, zwischen Aachen und Görlitz wieder 500.000 Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür ziehen werden. Das Beispielland der Aktion 2010 ist der Senegal.

Mit ihrem aktuellen Motto machen die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion Dreikönigssingen - dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger” und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) - deutlich, dass sie sich für Not leidende Gleichaltrige in den Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren.

Sternsinger zu sein bedeutet dabei nicht nur, zu Jahresbeginn von Tür zu Tür zu ziehen und die Sammelbüchsen zu füllen. Sternsinger bringen mit ihrem Segen die wichtige Botschaft vom Frieden, und Sternsinger sind bedeutende Botschafter des Engagements für die Eine Welt. Sie setzen sich ein für Not leidende Gleichaltrige und für eine gerechtere Welt.

Seit 1959 gibt es die bundesweite Aktion. Gemeinsam verantworten das Kindermissionswerk und der BDKJ die Aktion seit 1961. Bereits am 2. Februar 1846 wurde das Kindermissionswerk in Aachen gegründet. Den Anstoß dazu gab das Aachener Mädchen Auguste von Sartorius. Sie griff eine Initiative auf, die 1843 in Frankreich begonnen hatte und heute in 115 Ländern verbreitet ist. Präsident des Kindermissionswerks ist Monsignore Winfried Pilz. Das Werk hat seinen Sitz nach wie vor in Aachen; daneben gibt es zwei Regionalstellen in Berlin (für Berlin, Hamburg und neue Bundesländern) und Ulm (für die Bistümer in Süddeutschland).

Im Jahr 2009 sammelten die Sternsinger 39,6 Millionen Euro. Im Bistum Aachen beteiligten sich 481 Gemeinden. Es wurden 1.347.442,09 Euro gesammelt. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 690 Millionen Euro wurden seither gesammelt, gut 56300 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Weltweit werden Projekte in den Bereichen Bildung, soziale Integration, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und Nothilfe gefördert.
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