Die Stadt will 2011 „bella figura” machen

Von: Kolja Linden
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Stolberg. Die europäischen Urlaubsländer haben es den Stadtvätern angetan. Nach zuletzt Spanien und Frankreich wird im kommenden Jahr Italien das Gastland von „Stolberg goes...” sein.

Das gaben Kulturmanager Max Krieger und die beiden Schirmherren, Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, am Dienstag bekannt. Hauptsponsor des Events, dass sich komplett aus Sponsorengeldern finanziert, wird erneut die EWV sein, die sich, so Unternehmensprecher Andreas Ihrig, damit zu ihrem Firmenstandort bekennt.

Nachdem in diesem Jahr mit „Stolberg goes France” nicht alle Erwartungen erfüllt werden konnten, will Stolberg 2011 mit seinem Leuchtturm-Kulturevent wieder „bella Figura” machen. Max Krieger versprach ein breit gefächertes Programm am letzten Mai-Wochenende, bei dem der Fokus noch stärker auf den letzten Tag, den Sonntag gelegt werden soll.

Neu sind vor allem zwei Dinge: Erstens wird der Festival-Sonntag, so ist es diesmal einhellig beschlossen, erstmals flächendeckend verkaufsoffen sein, nachdem im vergangenen Jahr zahlreiche Geschäfte in der City zugeblieben waren. Der Kaiserplatz rückt als Veranstaltungsort weiter ins Zentrum, um den Steinweg als Bindeglied zu Altstadt und Burg zu beleben. „Die Interessengemeinschaft dort zieht mit”, sagt Krieger, und Axel Wirtz hofft, dass die Geschäftswelt „den Wert der Veranstaltung erkennt, wenn Tausende Leute von außerhalb in die Stadt kommen, und das Event unterstützt”.

Zweitens setzt der Kulturmanager beim Musikprogramm erstmals auf Klassik - da bietet sich Italien geradezu an. „Das wird eine große Herausforderung, aber ich habe viele Kontakte. Die italienische Klassik wird auf jeden Fall zu ihrer Ehre kommen.”

Mehr zum programmatischen Inhalt kann Krieger nicht sagen, die Gespräche mit potenziellen Teilnehmern werden jetzt, da das Gastland bekannt ist, erst geführt. Es bleibt allerdings bei den bewährten Bühnenstandorten Burg, Alter Markt, Steinweg und Kaiserplatz. Nur die Parade, die soll nicht erst am Kaiserplatz beginnen: „Mir schwebt ein Start am Kupferhof Rosental oder der Stadthalle vor”, erhofft sich Krieger eine größere und doch entzerrte Parade am Schwerpunkt-Sonntag.

Für die Schirmherren Ferdi Gatzweiler und Axel Wirtz ist die Entscheidung für Itaien ein logischer Schritt. „Das stand schon länger auf dem Zettel”, sagt der Bürgermeister und erinnert an „eine starke italienische Landsmannschaft in Stolberg”. Und der Landtagsabgeordnete ergänzt: „Die Italiener waren mit den Spaniern die ersten, die in den 50er und 60er Jahren als Gastarbeiter hierherkamen.”

Einig sind sich beide darin, dass die Kultur ein wichtiger Standortfaktor und „Stolberg goes...” ein Alleinstellungsmerkmal sei, mit dem sich die Stadt von ihren besten, weil freundlichen und weltoffenen Seite zeigen könne. Ein Anliegen, das Max Krieger von Beginn der Reihe an verfolgt: „Dieses Grundmotto liegt mir wirklich am Herzen.” Nun muss er nur noch „bella Figura” machen.
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