Stolberg - Die offensichtlichen Gemeinsamkeiten der Häuser sind kein Zufall

Die offensichtlichen Gemeinsamkeiten der Häuser sind kein Zufall

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Für Gemütlichkeit in alten Mauern ist im Haus in der Eichsfeldstraße 88 gesorgt. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Die Gestaltung weist Gemeinsamkeiten auf. Schließlich hat der Bauherr, der Spar- und Bauverein, als er im Oktober 1921 an der Eichsfeldstraße drei Wohnhäuser in Auftrag gab, auf ein einheitliches Bild geachtet. Wie ein Ei dem anderen gleichen sich die Häuser, die die Adresse Eichsfeldstraße 86 und 88 tragen.

Sie sind aus Bruchstein, besitzen einen identischen Grundriss und weisen im Dachbereich eine Holzverkleidung auf. Ähnlich gestaltet ist das Haus Eichsfeldstraße 90. Es besteht ebenfalls aus Bruchstein und unterscheidet sich von den beiden Nachbarhäusern nur dadurch, dass man bei der Fassadengestaltung auf Holz verzichtet hat.

Die Erstellung der drei Bauten machte umfangreiche Erdbewegungen erforderlich. Schließlich musste ein Teil des Felshanges vor Baubeginn entfernt werden. Auskunft über das einstige Geländeprofil gibt eine im Stadtarchiv vorhandene alte Bauzeichnung. Auf dieser ist zu sehen, dass der Felsen ursprünglich bis zur Straße reichte.

Ansonsten hat die Errichtung der drei Wohnhäuser, die damals als Kleinhausbauten bezeichnet wurden, dem Spar- und Bauverein wenig Schwierigkeiten bereitet. Schon im November 1922 waren die drei Bauten fertiggestellt. Als eigene Mietobjekte hat der Spar- und Bauverein, der seit den 1990er Jahren die Bezeichnung „Wohnungsgenossenschaft 1900 Stolberg“ (WoGe) führt, die drei Bauten nicht genutzt. Eine Übergabe in Privathand war vermutlich von Beginn an vorgesehen. Der Spar- und Bauverein fungierte wohl nur als Bauträger.

Wann dieser Übergang erfolgte, geht aus der Akte nicht hervor. Nachweisbar ist nur, dass das Gebäude Eichsfeldstraße Nummer 88 seit Mitte der 1920er Jahre dem damaligen Stadtarchitekten Johann Wentzler gehörte. Wentzler hat sich auch als Maler einen Namen gemacht. Zahlreiche von ihm hergestellte Werke, überwiegend Altstadtansichten, wurden im September 2000 in dem Buch „Stolberg gemalt“ veröffentlicht.

An private Eigentümer wurden auch die Bauten Eichsfeldstraße 86 und 90 übergeben. Ihre Namen sind in einem in den 1930er Jahren erstellten Dokument zu finden. Demnach befand sich 1933 das Haus Nummer 86 im Besitz von Franz Margraff, und das Haus Nummer 90 wurde von Wilhelm Söntgen genutzt.

In den vergangenen 90 Jahren hat sich das äußere Bild der kleinen Siedlung nur wenig geändert. Modifiziert wurden von den Eigentümern lediglich die Treppenanlagen und Eingangsbereiche. Darüber hinaus kamen Garagen hinzu. Ein Denkmal ist das Haus Nummer 86. Seine Fassade wurde in den 1980er Jahren unter Schutz gestellt.

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