Stolberg-Gressenich - Die nicht selbstverständliche Freiheit

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Die nicht selbstverständliche Freiheit

Von: Israa Hamadache
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Totengedenken am Friedenskreuz in Gressenich.

Stolberg-Gressenich. Am Totensonntag ist am Friedenskreuz in Gressenich der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht worden. Neben der Garde sorgten die Blasmusikanten und die Chorgemeinschaft für ein ehrenvolles Gedenken, wobei auch die traditionelle Kranzniederlegung nicht fehlte.

Der Vorsitzende des Ortsverbandsvorstandes, Marc Delzepich, leitete die Gedenkfeier mit einer Ansprache ein: „Meine Generation hat keinen Weltkrieg erlebt und keine Mauer einstürzen sehen“, das kenne man nur aus den Medien. Dennoch dürfe die jüngere Generation nicht denken, dass „nicht sein kann, was nicht sein darf“ – und gerade diese müsse sich für die eben nicht selbstverständliche Freiheit erheben.

Werner Olbertz von der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius fügte hinzu: „Man kann das Heutige nicht erkennen, wenn man das Gestrige nicht sehen will.“ Anschließend gedachte er der Opfer in einem Gebet.

Dieser Sonntag soll an die Zeiten erinnern, in denen Menschen wegen ihres Glaubensbekenntnisses, wegen ihrer Rasse oder Behinderung verfolgt und vernichtet wurden. Aber auch noch heute müssen Menschen in vielen Teilen der Erde für ihre Freiheiten auf die Straße gehen und Verfolgung in Kauf nehmen, etwa wenn sie ihre Unzufriedenheit mit dem politischen Regime aussprechen.

Der Landtagsabgeordneter Axel Wirtz sprach einen deutlichen Dank an Josef Hansen aus, der sich bisher engagiert um die Pflege des Friedenskreuzes gekümmert hat, da diese Aufgabe nicht von der Stadt übernommen wird. In dieser Hinsicht wird ihn nun Marc Delzepich ablösen. „Das Friedenskreuz steht im Ortskern Gressenichs und ist ein wichtiger Teil der Gemeinde. Deshalb wird der Totensonntag auch von der ganzen Dorfgemeinschaft gestaltet“, so Wirtz.

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