Stolberg - Die „Namenlose” bekräftigt das Bündnis

Die „Namenlose” bekräftigt das Bündnis

Von: Heike Eisenmenger
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Die „Namenlose” an der Burgstraße wird fortan „Pont d´ Valognes” heißen: Die Einweihung ist für Samstag um 17 Uhr geplant. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die „Namenlose” an der Burgstraße wird zum steinernen Bündnis einer 20-jährigen Freundschaft: Im Rahmen von „Stolberg goes France” wird die Brücke am Samstag, 29. Mai, um 17 Uhr offiziell zur „Pont de Valognes” ernannt - was aus dem Französischen übersetzt schlichtweg die Valognes-Brücke bedeutet.

Valognes ist wie Faches-Thumesnil französische Partnerstadt von Stolberg. Mit der „Brückentaufe” wird die 1990 offiziell begründete Partnerschaft bekräftigt. Und es soll einer von vielen Beiträgen sein zu einem Wochenende, das ganz im Zeichen der deutsch-französischer Freundschaft stehen wird.

Schon lange habe man die Idee gehabt, eine Straße, Brücke, einen Platz oder ein Gebäude namentlich dieser Freundschaft zu widmen, erzählt Petra Jansen, Pressesprecherin der Stadt Stolberg. „Mit Faches-Thumesnil wurde das bereits gemacht”, weist Jansen auf den nach der Partnerstadt benannten Faches-Thumesnil-Platz an der Burg hin. Mit „Stolberg goes France” sei nun der ideale Zeitpunkt gekommen, „um die Verbundenheit zu unseren französischen Freunden in Valognes zum Ausdruck zu bringen”, führt Jansen weiter aus.

Bei der Benennung der aufwendig sanierten Brücke, die bereits auf alten Stadtplänen Anfang des 19. Jahrhunderts verzeichnet ist, wird der Bürgermeister von Valognes jedoch fehlen. „Jacques Coquelin ist leider verhindert, aber er wird einen Vertreter schicken”, versichert Jansen. Darum sei geplant, dass zu einem späteren Zeitpunkt - wahrscheinlich im November - im Beisein von Coquelin eine kupferne Namensplakette angebracht werde, sagt Fatima Küsters, Sprecherin des Partnerschaftskomitees Stolberg-Valognes.

Die deutsch-französischen Partnerschaften haben eine tiefe Bedeutung: Sie sollen dazu beitragen, dass es nie mehr zum Krieg zwischen beiden Ländern kommt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die französisch-deutsche Aussöhnung die Vorraussetzung dafür, um dauerhaft Frieden halten zu können. „Das funktioniert nur, wenn man einander kennt und respektiert”, weiß Küsters, die selber Französin ist und einen Stolberger geheiratet hat.

Erste Partnerschaft 1950

Die erste deutsch-französische Städtepartnerschaft wurde bereits 1950 geschlossen - zwischen Montbliard und Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Es war der Bürgermeister von Montbliard, Lucien Tharradin, einstiger Widerstandskämpfer und Buchenwald-Überlebener, der den Grundstein zu dieser Partnerschaft legte. Damit begann eine Völkerversöhnung, die bis heute fortdauert und aus der zahlreiche tiefe Freundschaften resultieren.

Dass ausgerechnet eine Brücke den Namen von Stolbergs Partnerstadt tragen wird, empfindet Fatima Küsters als sehr schönen Gedanken: „Eine Brücke ist ein wunderbares Symbol für zwei Völker, die aufeinander zu gehen, zumal eine Brücke etwas Plastisches und nichts Abstraktes ist.” In Valognes wird derweil darüber nachgedacht, welchen Platz respektive welches Gebäude den Namen der Kupferstadt tragen soll, verrät Küsters.
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