Stolberg-Mausbach - Die Lastwagen brausen wieder durch Mausbach

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Die Lastwagen brausen wieder durch Mausbach

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Verbote zum Trotz: Lastwagen haben wieder in Mausbach die Landesstraße 12 erobert. Der Kreis koordiniert nun Gespräche, wie es mit dem Durchfahrverbot auf einer überregionalen Strecke weitergeht. Foto: (eis)

Stolberg-Mausbach. Es war so ruhig, als hätte es ein Stillhalteabkommen gegeben. Zumindest was die Belastung durch Lastwagen im Mausbacher Ortskern betrifft. Seit Montag ist es mit der vermeintlichen Stille jedenfalls vorbei und die Lkw scheinen wieder verstärkt durch den Ort zu brausen.

Das wäre auf den ersten Blick noch nicht verwunderlich, da die Gressenicher bzw. Kurt-Schumacher-Straße als Landesstraße 12 eigentlich nur für die Dauer der Kanal- und anschließenden Asphaltierungsarbeiten gesperrt werden sollte für den Schwerlastverkehr. Als während der Bauphase ersichtlich wurde, dass die großräumige Umleitung rund um Mausbach zumindest aus Stolberger funktioniert, kündigte der Bürgermeister an, die Ortslage auf Dauer vom Lastwagenverkehr frei halten zu wollen.

Entsprechend hielt die Stadt als Verkehrsbehörde auch nach Abschluss von Asphaltierungs- und Markierungsarbeiten das Durchfahrtsverbot aufrecht. Doch seit zwei Tagen scheint vor allem der Werksverkehr, der die Steinbrüche ansteuert, die Schilder eben Schilder sein zu lassen, und die überörtliche Bedeutung einer Landesstraße quasi mit dem Reifen in die Praxis umzusetzen.

Beschwerden von Unternehmen über das Durchfahrtsverbot auf der Landesstraße sind dem zuständigen Landesbetrieb Straßenbau wohl bekannt. „Wir haben die Anfrage aus Stolberg, die Sperrung auf Dauer aufrecht zu erhalten, auch eindeutig verneint”, erklärte Karl-Josef Reinartz aus der Landesbetriebs-Niederlassung in Euskirchen auf Anfrage. Schließlich sei es ja originäre Aufgabe einer Landesstraße, den überörtlichen- und auch den Schwerlast-Verkehr abzuwickeln. „Da kann man nicht einfach ein Stück aussperren”, betont Reinartz. Der Landesbetrieb hat jedenfalls die Verkehrsbehörde beim Kreis Aachen eingeschaltet.

„Und wir haben alle Beteiligten um eine Stellungnahme gebeten”, erklärt Kreissprecher Holger Benend. Zu denen zählt neben Polizei und Aseag vor allem die Stadt Eschweiler, „denn immerhin wird Hastenrath bei einer Sperrung Mausbachs mehr Lkw-Verkehr aufnehmen müssen”. Außerdem stelle sich die Frage der Überwachung einer derartigen Lösung für den Stadtteil, denn selbst wenn der Durchgangsverkehr verbannt würde, müsse weiterhin eine Andienung durch Lkw möglich bleiben, so Benend. Und sollte die Widmung der Landesstraße verändert werden, müsse eine Alternativroute her. Viele offene Fragen, die der Kreis Aachen vermutlich in Form eines Runden Tisches mit den Beteiligten klären könnte.

Eine Idee, die beim Bürgermeister ebenso wie beim Landtagsabgeordneten auf offene Ohren trifft. „Man muss auch über eine sinnvolle Verteilung der Verkehre nachdenken”, hat Axel Wirtz die Kreisstraße6 und eine direktere Anbindung des Gressenicher Steinbruches daran ebenso im Blick wie die Belastung Breinigs. Und wie die Frage, an welchem Produktionsort der Abbauunternehmer welche Tätigkeiten ausüben darf. „Da gibt es Potentiale zur Verbesserung der Verkehrsbelastung”, prognostiziert Wirtz und fordert „es muss ein Gesamtkonzept gestrickt werden”.

In jedem Fall „kurzfristig muss eine Lösung her”, unterstreicht Ferdi Gatzweiler. Und die müsse die Problematik in Mausbach und Gressenich ebenso berücksichtigen wie die auf Eschweiler Stadtgebiet, setzt der Bürgermeister auf die Koordination der unterschiedlichen Positionen durch den Kreis Aachen.
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