Stolberg - Die Kupferstadt präsentiert sich ganz euregional

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Die Kupferstadt präsentiert sich ganz euregional

Von: Dirk Müller
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Ein klangvolles Glanzlicht besonders für Freunde der klassischen Musik wird der „Cercle Musical Kelmis“ unter der Leitung von Rainer Hilger setzen, der sich unter anderem beim Neujahrkonzert dem Publikum in der Kupferstadt empfohlen hat. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Chancen stehen gut, dass der Stellenwert der Kupferstadt in unserer Region steigen wird. Hunderte Akteure und Tausende Besucher werden zu dem Kulturfestival „Stolberg goes Euregio“ vom 16. bis 18. Mai erwartet.

Der überwiegende Teil von ihnen wird wohl aus unseren Nachbarstädten in Deutschland, Belgien und den Niederlanden den Weg in die Kupferstadt finden. „Unsere Nachbarn, die in direkter Nähe zu Stolberg leben, werden so den Charme der malerischen historischen Altstadt, die imposante Burg und besondere anziehende Orte wie die Finkenbergkirche oder den Skulpturengarten am Hammerberg kennen- und lieben lernen“, beschreibt Max Krieger bei der Vorstellung des Programms von „Stolberg goes Euregio“.

Der gewünschte nachhaltige touristische Effekt werde zudem durch mehrsprachige Führungen der Stolberg-Touristik bestärkt. Die zahlreichen Programmpunkte indes spiegeln die kulturelle Vielfalt der Euregio wider und bringen facettenreiche Attraktionen in die Kupferstadt. Musik und Kunst werden dabei großgeschrieben, aber auch Kindertheater, Tanz, Literatur, Kabarett, Lasershow, Kulinarisches und mehr stehen auf der Agenda des Festivals. „Allen Generationen wird etwas geboten. Die Bandbreite umfasst leichtere Kultur und reicht bis hin zu anspruchsvollen Veranstaltungen, und für fast jeden Geschmack wird etwas dabei sein“, verspricht Krieger.

Er betont, dass dank des Engagements der Sponsoren wieder alle Veranstaltungen kostenlos seien – für die Besucher wie für die Stadt als Gastgeber. Prompt gibt es gute Nachrichten für Verwaltung und Stadtrat, in deren Auftrag Kulturmanager Krieger das Festival organisiert: Yvonne Rollesbroich sichert die Unterstützung der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH schon für das nächste Jahr zu, und Gebietsdirektor Klaus Wohnaut stellt das weitere Engagement der Sparkasse ebenfalls in Aussicht. Für „Stolberg goes Euregio“ markiert Krieger eindrucksvolle Eckdaten: Auf sechs Bühnen finden 18 Konzerte mit rund 150 Musikern statt, mehr als 20 darstellende Künstler zeigen Malerei, Objekte und mehr.

Etwa 30 Bühnendarsteller und 35 Tänzer kommen zum Einsatz. Zur Parade am verkaufsoffenen Sonntag werden 300 bis 400 Teilnehmer erwartet; die Aufstellung erfolgt diesmal ab dem Kupferhof Rosental, um den weiteren Ablauf zu erleichtern. Nach der Parade ziehen nicht nur musizierende „Walking Acts“ durch die Altstadt, sondern neun Programmpunkte locken auch am Sonntagnachmittag noch. Wenn Schirmherr Karl-Heinz Lambertz, Vorsitzender der Euregio Maas-Rhein und Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, am Freitag, 16. Mai, um 20 Uhr eröffnet, beginnt ein Kupferstädter Kulturfestival mit vielen Highlights, doch das erste ist schon einen Tag früher zu bestaunen.

Als „herausragend, einzigartig“ und „ein weiteres Alleinstellungsmerkmal“, beschreibt Krieger, dass am Donnerstag, 15. Mai, Stolberg eine denkwürdige Premiere erlebt: Im Auftrag der Stadt Aachen fertigte der Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro ein Triptychon zum Karlsjahr, und bevor das Werk „Ritter, Tod und Teufel“ in der Aula Carolina zu sehen sein wird, zeigt der Künstler es in einer Kupferstädter Premieren-Sonderausstellung in der Sparkasse an der Rathausstraße. Am Eröffnungsabend selbst erklingen die geschulten Stimmen des Euregio Chors „Fortissimo“, die Band „Graund“ präsentiert eine Mischung aus Rock, Pop und Folk in holländischem Dialekt, und die „Gumbo Jazzband“ spielt New-Orleans-Jazz.

Der Samstag bietet ein enorm vielfältiges Programm von 16 bis 22.30 Uhr. Das renommierte Theater „Agora“ (Belgien) lädt Kinder ab sechs Jahren zur Aufführung des Stücks „Nebensache“ ein, der Kulturverein „City Starlights“ hat für die kleinen Festivalbesucher eigens eine „Euregio Revue“ einstudiert, und den Erwachsenen berichtet das Kabarett-Duo Achim Konejung und Hubert vom Venn von der „letzten Ausfahrt Eifel“. Joachim Peters und Gunther Anten­steiner halten eine literarisch-musikalische Lesung und mehrere Kunstausstellungen sind geöffnet (siehe Infokasten).

„Gypsy Sing“ intoniert Sinti-Musik im Stile des weltbekannten belgischen Gitarristen und Komponisten Django Reinhardt, und die holländische „Joekskapel“ „Op Tied Muuj“ sorgt für Stimmung, Spaß und gute Laune. Dafür garantiert auch das Aachener Trio „Lagerfeuer“, während der Chor „Joyfull Spirit“ sich geistlicher Musik widmet und Gospel präsentiert. Die „Gumbo Jazzband“ ist wieder mit von der Partie, und ein Glanzlicht für Feunde der Klassik wird wohl der „Cercle Musical Kelmis“ setzten, der sich bereits beim Neujahrskonzert bestens empfohlen hat. Die „Big Bandits“ spielen am Abend feinsten Big-Band-Sound und werden auch die große Euregio-Lasershow musikalisch begleiten.

Nach der Parade am verkaufsoffenen Sonntag flaut „Stolberg goes Euregio“ nicht etwa ab, sondern gewinnt noch einmal kräftig an Fahrt. Zum Beispiel mit den temperamentvollen Klängen der Samba-Band „Animoso“ aus Heerlen, den zünftigen Tönen der „Vlierländer Musikanten“ oder der flotten Jazz-Musik der „Hurricane Brassband“. Die jugendlichen Besucher können sich auf mehrere Hip-Hop- und Jazzdance-Darbietungen freuen, und außerdem hält der letzte Festivaltag noch einen besonderen kulturellen Leckerbissen bereit: Der niederländische Filmemacher Jo Dautzenberg und der Aachener Musiker Heribert Leuchter präsentieren mit „Der Weg, De Weg, La Route“ ein interdisziplinäres Projekt, bei dem Film- und Fotokunst mit Livemusik, Lyrik, Prosa und Tanz verknüpft werden.

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