Stolberg - „Die Kupfermeister”: Alte Meister in goldenem Metall

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„Die Kupfermeister”: Alte Meister in goldenem Metall

Von: dö
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An der Entwicklung der Ausstel
An der Entwicklung der Ausstellung maßgeblich beteiligt: Professor Roland Fuchs. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Ihr Blick signalisiert Würde und Strenge. Schließlich sind sie sich ihrer Bedeutung für Stolbergs Geschichte bewusst: Die Kupfermeister der Familien Schleicher, von Asten, Peltzer, Lynen und Prym, die im 17. und 18. Jahrhundert die industrielle Entwicklung des Vichttales gefördert haben.

Präsentiert werden ihre Porträts jetzt im Museum an der Torburg. Dort sind sie Teil einer aus rund 30 Text- und Bildtafeln bestehenden Ausstellung unter dem Titel „Die Kupfermeister” das Leben und Wirken der früheren Messingproduzenten darstellt.

Konzipiert haben die neue Ausstellung, die die Wände des im ersten Obergeschosses gelegenen Treppenhauses schmückt, die Museumsmitarbeiter Professor Roland Fuchs, Friedrich Holtz und Jürgen Griesel. Sie haben die Texte erstellt und sie mit Bildern und Grafiken versehen.

Hergestellt wurden die Tafeln in einer örtlichen Kopieranstalt. Danach kam das Befestigen der unterschiedlich großen Informationstafeln im oberen Treppenhaus an der Reihe. Das Schrauben und Kleben war dann wieder Gemeinschaftsarbeit.

„Im öffentlichen Raum kommen die Kupfermeister bisher zu kurz. Darum unsere neue Präsentation”, versichert Museumsleiter Roland Fuchs. Zum Leben und Wirken der Kupfermeister gehören laut Fuchs nicht nur die Fertigungsprozesse, sondern auch die Standorte der einstigen Wohn- und Produktionsanlagen sowie die soziale und kulturelle Stellung der Arbeiter und Fabrikherren, die damals als Kupfermeister bezeichnet wurden.

So beginnt die Ausstellung mit der Darstellung des Fertigungsprozess, der ähnlich wie heute die Arbeitsschritte Schmelzen, Gießen und Hämmern oder Treiben beinhaltete. Um diese Herstellungsmethoden detailliert darstellen zu können hat die Museumsleitung auf zwölf im Fundus vorhandene kleinformatige Tafeln zurückgegriffen.

Ergänzt wurden diese Tafeln durch Neuanfertigungen, die sich Themen wie der Umsiedlung von Aachen nach Stolberg oder der Architektur der Kupferhöfe widmen. Des weiteren ist ein Stammbaum der Familie Schleicher dargestellt.

Außerdem wird erklärt was ein Mirck ist. Als Mirck bezeichnete man damals Handelszeichen, mit der die hergestellte Ware ausgezeichnet wurde: Jeder Kupfermeister verwendete ein anders Symbol.

„Logos gehören heute zu Standard. So ganz neu ist deren Verwendung nicht”, versicherte Fuchs, als er einen Blick auf das Handelszeichen der Peltzers warf, die ein Kreuz, zwei Dreiecke und ein Rechteck zur Kennzeichnung ihrer Ware nutzten.

Abgeschlossen wird die Ausstellung durch zwei große Bildtafeln, die zeitgenössische Texte und Zeichnungen des 18. Jahrhunderts enthalten. In ihnen setzen sich die Autoren mit Leiden und Gefahren im Handwerk ihrer Zeit auseinander.
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