Die Feuerwehr gibt Tipps für die Silvesternacht

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Stolberg. Brennende Balkone, Wohnungen oder gar Häuser, unzählige Rettungseinsätze und witterungsbedingte Unfälle: Den 1,3 Millionen Feuerwehrangehörigen in Deutschland steht zum Jahreswechsel die arbeitsintensivste Nacht des Jahres bevor.

„Den Großteil der Einsätze in der Silvesternacht machen Brände aus“, sagt Bernd Hollands, Kreisbrandmeister der Städteregion Aachen. Zumeist würden diese durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht.

Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besonders große Gefahr dar. „Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern“, mahnt Hollands zur Vorsicht.

Auch in der Region kommt es immer wieder zu schweren Zwischenfällen mit Personenschäden. „Wichtig ist, dass Feuerwerkskörper über ein deutsches Prüfzeichen beispielsweise der BAM (Bundesanstalt für Materialprüfung) verfügen und ausschließlich im hiesigen Einzelhandel angeboten werden. Im Zeitalter des Internethandels werden sie jedoch immer voluminöser und können leicht von überall gekauft werden. Und das ist dann natürlich auch nur schwer zu kontrollieren“, warnt der Kreisbrandmeister.

Die Feuerwehr gibt einige Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier: Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff. Jugendliche unter 18 Jahren sollten damit nicht hantieren. Die Gebrauchshinweise der Hersteller sollten unbedingt beachtet werden. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen strengstens verboten.

Das Abbrennen von Böllern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist untersagt. Dieses Verbot gilt auch für Fachwerk- und Reetdachhäuser. Nach dem Anzünden sollte ein ausreichender Sicherheitsabstand eingenommen werden. Feuerwerkskörper und Raketen sollten nicht unachtsam weggeworfen und nie auf Menschen gezielt werden. Nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) sollten nicht nochmals angezündet werden. Feuerwerkskörper sollten nicht selbst hergestellt werden.

Hierbei kann es zu schwersten Verletzungen kommen! Artikel, die in Deutschland zum Verkauf zu Silvester freigegeben sind, müssen über eine BAM-Prüfnummer verfügen. Feuerwerk sollte nie in Jacken- oder Hosentaschen aufbewahrt werden. Wohnungen sollten in der Silvesternacht immer vor Brandgefahren geschützt, Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernt werden. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben. Im Falle eines Brandes oder Unfalles sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bernd Hollands: „Wenn sich alle an solch grundlegende Tipps halten, können Brände und schwere Unfälle in den meisten Fällen verhindert werden. Und dann kann in der Silvesternacht auch gefeiert werden.“

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