Stolberg - Die Europapolitik im Planspiel näher kennen gelernt

Die Europapolitik im Planspiel näher kennen gelernt

Von: Dirk Müller
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Welche Vorteile hat die Europäische Union für die Menschen in Stolberg? Darüber diskutieren die Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums. Foto: D. Müller

Stolberg. Den Titel „Europaschule“ trägt das Goethe-Gymnasium nicht von ungefähr – das wird insbesondere vor der am 25. Mai anstehenden Europawahl deutlich. „Wir sind bemüht, dass die Schüler das zuvor theoretisch erlernte auch in der Praxis erleben, damit Europa so greifbarer für sie wird“, beschreibt Politiklehrer Philipp Pletsch.

Dazu diente etwa ein Besuch bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln. „Dort arbeiten Menschen aus vielen verschiedenen Ländern der EU und kommunizieren miteinander“, sagt Philipp Pletsch und führt aus, für die Schüler sei es auch in dieser Hinsicht eine gute Erfahrung gewesen, das EASA einmal zu besuchen.

„Sie haben gemerkt, dass manche der bei der Agentur arbeitenden Europäer Englisch etwa ebenso gut sprechen wie sie selbst. Dadurch konnten die Schüler Hemmungen abbauen, selbst auf Englisch zu kommunizieren.“ Am Mittwoch erleben die Oberstufenschüler Europa im Goethe-Gymnasium, den zwei „Young European Professionals“ (YEP) sind zu Gast.

Das YEP-Netzwerk versteht sich als ein Zusammenschluss junger Menschen, die als Multiplikatoren nahezu Gleichaltrigen die Europäische Union und deren politisches Gefüge quasi auf Augenhöhe näherbringen wollen. Das Projekt der YEP ist 2005 von der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn ins Leben gerufen wurde.

Gegenwärtig besteht das Netzwerk aus rund 50 Multiplikatoren, die Altersspanne reicht von 16 bis 24 Jahre. Die „jungen europäischen Profis“ im Goethe-Gymnasium sind Julia Schöfer und Simon Bäumer. Bäumer studiert Sozialwissenschaft und Religion auf Lehramt und arbeitet bereits seit 2007 als YEP mit Schülern. Schöfer ist im ersten Jahr aktives Mitglied in dem Netzwerk und studiert ebenfalls Sozialwissenschaft. An diesem kompletten Schulvormittag moderieren die Beiden ein praktisches Planspiel, an dem 18 Schüler der 12. Klasse teilnehmen.

„Und alle Schüler sind auch 18 Jahre alt“, erklärt Pletsch mit Blick darauf, dass es sich bei den Gymnasiasten um Erstwähler handelt. Als solche sollen sie vor der Wahl des Europaparlamentes die Europäische Union besser kennenlernen. Was das europäische Parlament ist, und wie es funktioniert, wissen die Schüler, doch ihr theoretisches Wissen wenden sie nun auch praktisch an. Thema ist die Gesetzgebung.

An einem konkreten Beispiel bringen die Schüler ein europäisches Gesetz fiktiv auf den Weg, indem sie sowohl in die Rolle von Parteien, als auch von EU-Staaten schlüpfen. „So stärkt der Workshop die Orientierung der Schüler und lässt die EU vor der Europawahl ein Stück mehr Lebenswirklichkeit werden“, sagt Pletsch.

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