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Die Aufstellung kommt direkt aus dem Kreißsaal

Von: Lukas Franzen
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So sehen Aufsteiger aus: Die 1. Mannschaft der STG-Volleyballdamen spielt seit dieser Saison in der Verbandsliga (hintere Reihe v.l.): Tobias Berthold (Co-Trainer), Lisa von der Kall, Simone Löhr, Olga Morosow, Tanja Rosenbohm, Nina Nießen, Diana Lamm, (vordere Reihe v.l.:) Diana Berthold (Trainerin), Nicole Stich, Kristina Laumen, Sara Potrykus. Es fehlen: Ariette Nüßler und Daniela Zorn. Foto: L. Franzen

Stolberg. Vier Aufstiege in sechs Jahren, 35 von 38 gewonnene Spiele – die Bilanz der Volleyballdamen der Stolberger Turngemeinde (STG) ist beeindruckend. Die drei einzigen Niederlagen kassierte die 1. Mannschaft der STG direkt zu Beginn der Vorsaison und zwar in Serie. Warum das erwähnenswert ist?

Am Ende stieg die Mannschaft trotzdem wieder auf und machte damit den Durchmarsch aus der Bezirksliga über die Landes- in die Verbandsliga perfekt.

Seit 19 Spielen hält die Siegesserie der STG-Damen nun an. Und auch in der Verbandsliga scheint die Mannschaft von Trainerin Diana Berthold nicht zu stoppen zu sein. Alle vier Saisonspiele wurden gewonnen. Neue Liga, altes Tabellenbild: Nach vier Spieltagen führen die Aufsteigerinnen erneut die Tabelle an – mit nur zwei verlorenen Sätzen in vier Partien.

„Ein großer Vorteil unserer Mannschaft ist, dass viele unserer Mädels schon in der Jugendabteilung zusammen gespielt haben“, sagt Dieter Laumen, dessen Tochter Kristina schon seit der E-Jugend bei den STG-Damen spielt. Laumen muss es wissen. Denn er ist nicht nur Vater einer Spielerin, sondern dazu auch noch Fan und Mannschaftsbetreuer. Ein „Mädchen für alles“, wie er selbst von sich sagt. Das war nicht immer so. Denn eigentlich schlug sein Herz lange Zeit für eine andere Ballsportart, den Fußball.

Dann aber packte ihn das Volleyball-Fieber. „Als es um den Aufstieg ging, waren bei unseren Relegationsspielen über hundert Zuschauer in der Halle“, erzählt Laumen begeistert. Es sei nicht selten, dass auch Zuschauer mit Trommeln in der Halle dabei seien, um das Team zu unterstützen. „Hier herrscht immer eine super Stimmung.“

Volleyball, das sei ein sehr kompakter, schneller Sport mit einem ziemlich komplizierten Regelwerk, meint Laumen und gesteht: „Alle Regeln habe ich längst nicht verstanden.“ Aber dafür beherrscht das Team auf dem 18 mal 9 Meter großen Spielfeld Regeln und Spielkunst ja umso besser.

„Einen solchen Teamgeist findet man selten bei einer Damenmannschaft“, sagt Co-Trainer Tobias Berthold, der mit seiner Frau Diana, einer ehemaligen Profispielerin aus der Bundesliga das Damenteam coacht. Auch außerhalb der Spieltage unternehme die Mannschaft vieles gemeinsam. „Nicht nur die Leistung zählt“, sagt Tobias Berthold. „Die Mannschaft ist immer gewillt, noch etwas dazuzulernen. Und sie hat noch eine Menge Potenzial.“

Ob sein Team den Durchmarsch ungebrochen fortsetzen wird und in der nächsten Saison vielleicht sogar in der Oberliga an den Start geht, ist für den Co-Trainer aber noch „Zukunftsmusik“. „Wir sind in der Liga angekommen. Aber noch ist die Tabelle nicht aussagekräftig. Wir wollen einfach Spaß am Spiel haben und weiter dazulernen“, sagt Berthold.

Und wie bewerten die Aufstiegsheldinnen selbst ihren Höhenflug? „Am Anfang der Saison waren wir alle eher skeptisch. Wir dachten, es gehe lediglich um den Klassenerhalt“, sagt Mannschafts-Captain Nicole Stich. Sie spielt bei der Stolberger TG, seit sie elf Jahre alt ist. Zum Volleyball sei sie jedoch eher durch Zufall gekommen – über die Volleyball-AG des Goethe-Gymnasiums. „Alleine geht beim Volleyball gar nichts“, ist Nicole Stich vor allem der Teamaspekt bei ihrer Sportart wichtig.

Mit viel Team- und Kampfgeist wollen die Volleyballdamen der STG am Sonntag nun auch den zwanzigsten Sieg in Folge einfahren. Zumindest können sie dabei wieder auf die Unterstützung ihres Trainerteams bauen, das bei der letzten Partie nicht dabei sein konnte.

Diana und Tobias Berthold erwarteten nämlich ihr gemeinsames Kind. Die Aufstellung der Stolberger „Ladys in Black“, die ihre Spiele in schwarzen Trikots bestreiten, kam deswegen per SMS – direkt aus dem Kreißsaal.

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