Stolberg - Designpreis: Stolberger Firma erneut ausgezeichnet

Designpreis: Stolberger Firma erneut ausgezeichnet

Von: Doris Kinkel-Schlachter
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Kreatives für große und klei
Kreatives für große und kleine Kinder: Daniela Fröschen näht leidenschaftlich gerne in ihrer Freizeit. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg. Kleine Nadel, große Wirkung: Zum dritten Mal in Folge hat ein Produkt aus der „prym.ergonomics”-Serie einen der größten und begehrtesten Designpreise der Welt gewonnen, den „red dot design award”. Damit setzt das Rollmaßband - der jüngste Gewinner - die Erfolgsserie der neuen Generation von Handarbeitswerkzeugen fort.

Vor dem ergonomischen Rollmaßband war es der Nadel-Twister der Firma Prym Consumer, der die unabhängige Jury aus internationalen Designexperten auf der ganzen Line überzeugte. Und vor zwei Jahren waren es innovative Nähwerkzeuge.

Der Sprung auf das Siegertreppchen gelang dem international führenden Anbieter von Näh- und Handarbeitszubehör mit Sitz an der Zweifaller Straße mit einer Produktlinie, deren Name Programm ist: Ergonomie, die inspiriert. „Die Auszeichnung krönt für Prym Consumer einen aufwendigen, mehrjährigen Entwicklungsprozess. Dessen erklärtes Ziel war es, den Anwendungskomfort der hochwertigen Nähwerkzeuge mit Griff noch weiter zu optimieren”, erläutert Marketingleiterin Astrid Köhler.

Im engen Schulterschluss mit dem renommierten Atelier für Gestaltung, „Papenfuss”, und ausgewiesenen Handarbeitsexperten wurden die prämierten Produkte entwickelt. „Die bewusste Loslösung vom Gewohnten, mutiges Querdenken und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, kennzeichneten den Weg zu einer neuen Produktgeneration”, gibt sich die Marketingleiterin im Namen des Unternehmens selbstbewusst.

Zurecht: Beim vor zwei Jahren ausgezeichneten Nähwerkzeug war damit ein stilvoll aussehendes Set geboren, dessen innovative Form und Funktionalität kreatives Gestalten „einfach schöner macht”. Ob Nahttrenner, Fangnadel, Pfriem, Kreide- oder Kopierrad - durchdachte Ergonomie, ausgeklügelte Technik und handschmeichelnde Formen machen aus den kleinen Alltagsgegenständen große Gewinner.

„Unsere Jury hat die eingereichten Produkte wie immer äußerst kritisch unter die Lupe genommen. Gestalterische Qualität hat sich im Jurierungsprozess klar durchgesetzt und echte, neue Kreativlösungen wurden ebenfalls belohnt. Beide Kriterien sind nicht nur Gradmesser für gutes Design, sondern auch für das Erfolgspotenzial am Markt. Dieses wird durch den gezielten Einsatz unserer renommierten Designauszeichnung noch um ein Vielfaches gesteigert,” betonte Professor Peter Zec, Initiator des „red dot design award”.

So belegte auch der von Prym entwickelte Nadel-Twister einmal mehr, wie kreativ Produkte für Nähen und Handarbeiten sein können. Kompakt und durchdacht vereint er alle Vorteile herkömmlicher Nadelkissen mit wesentlichen weiteren Pluspunkten. Er funktioniert wie ein Lippenstift und entfaltet straußförmig eine gesamte Nadelkollektion. Öffnen, hochdrehen, auswählen - so einfach kann es gehen. Per Klickverschluss wird die Kappe sicher gehalten, „so dass der Nadel-Twister auch unterwegs sein spitzfindiges Inneres zuverlässig verbirgt”, weist Astrid Köhler auf den Clou hin.

Der aktuelle Gewinner setzt im wahrsten Sinne des Wortes Maßstäbe und ist nach getaner Arbeit ebenso schnell wieder verschwunden. Auch hier ist das Design in Deutschland entwickelt worden, und auch hier wurde wieder darauf Wert gelegt, dass die ergonomische Form der Hand schmeichelt. Zum Messen wird das Handarbeitswerkzeug flach auf die Arbeitsfläche gelegt. Kein Kippen, kein Verrutschen. Durch die innovative Konstruktion läuft das gewebte Band dennoch parallel zum Stoff aus dem Gehäuse, und das ist komfortabel beim Ausrichten und Ablesen. Die hochwertige Federmechanik sorgt für den reibungslosen Einzug.

„Die Auszeichnungen sind für uns die schönste Bestätigung unserer Leitidee von Inspiration und Gelingsicherheit”, freut sich Astrid Köhler und verspricht, dass das Rollmaßband nicht das letzte Produkt der prym.ergonomics Linie bleiben wird.

Kreativität ist aber nicht nur bei Prym gefragt, sondern auch bei den Endbenutzern. Allerorten ist Nähen im Trend. Kreativität ist in. Viele Menschen wollen individuelle Bekleidung für sich selbst nach eigenem Geschmack entwerfen und schneidern. Nähkurse haben großen Zulauf. Das bestätigt auch Marianne Kaufmann. „Unsere Kurse sind sehr gut besucht, und zurzeit gibt es auch wieder eine verstärkte Nachfrage”, sagt die stellvertretende Leiterin des Helene-Weber-Hauses. Da gebe es die Teilnehmer, die einfach nicht immer nur von der Stange kaufen wollten genauso wie die 85-Jährige, die sich mit Nähen fit halte.

In den Oster- und Herbstferien bietet die Familienbildungsstätte Nähkurse für Kinder ab zehn Jahren an, und ganzjährig werden Kurse für Anfänger angeboten - im Moment bietet das Haus insgesamt 24 Näh- und drei Strickkurse in Stolberg und Eschweiler an. „Auch Männer kommen zu uns, um Nähen zu lernen”, betont Marianne Kaufmann. Zuletzt erst habe sich ein Mann über den Kursnamen „Made by Mama” beschwert - mit einem Augenzwinkern natürlich. Oftmals seien es junge Eltern, die sich bei den Kursen einschreiben, um Buntes für ihre Kinder zu nähen, „und meistens nähen sie später auch andere Sachen”, weiß Kaufmann.

Einen Nähkurs hat Andrea Brück nicht besucht, dennoch rattert die Maschine regelmäßig, mal mehr, mal weniger. „Meine Mutter ist gelernte Pelznäherin, und ich habe ihr früher oft über die Schulter geschaut”, erinnert sich die 29-Jährige. Irgendwann hat sie dann einfach angefangen, „mit einfachen Schnittmustern und unter Anleitung meiner Mutter”. Vor ein paar Jahren gabs von Seiten der Familie eine Nähmaschine, und seitdem näht Andrea nach Bedarf: Taschen, Deko und immer öfter auch süße Anziehsachen für Töchterchen Luisa.

Kreatives für große und kleine Kinder lässt sich auch Daniela Fröschen unter dem Titel „By Dela” einfallen. Die 32-jährige Mutter von drei Töchtern verliert den roten Faden nicht so schnell. Neben Beruf - Daniela ist Buchhalterin -, Familie und Haushalt findet sie immer noch Zeit zum Nähen, auch wenn Schlüsselanhänger, Taschen, Kleider, Röcke, Shirts, Handyhüllen und Co. oftmals in nächtlicher Kleinstarbeit entstehen. Die Dreifach-Mama träumt von einem kleinen Laden, in dem sie bunte Stoffe und selbst entworfene Produkte anbietet. Die Abnehmer dafür hätte sie ja schon: Auf ihrem eigenen Blog im Internet (bydela.blogspot.de) und bei „DaWanda” - ein Online-Marktplatz für Geschenke, Unikate und Handgemachtes - ist die Nachfrage nach Zipfelpullis, bunte Bandanas und ausgefallenen Stoffen und Webbändern rege. „Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt, im Moment läuft es echt gut”, freut sich Daniela. Vielleicht wird ihr Traum ja eines Tages wahr.

Der „red dot design award”, dessen Ursprünge bis 1955 zurückreichen, ist heute der größte und renommierteste Designwettbewerb der Welt. Er unterteilt sich in drei Disziplinen. Dieses Jahr haben sich rund 1800 Unternehmen und Designer aus 58 Ländern für die Sparte Produkt-Design beworben und so die Chance ergriffen, ihr gestalterisches Können im internationalen Vergleich mit namhaften Designern und aufstrebenden Talenten unter Beweis zu stellen.

In den 19 verschiedenen Wettbewerbskategorien wurden insgesamt über 4500 Produkte eingereicht, ausgezeichnet wurden aber nur die Besten. Prym Consumer gehört dazu.

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