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Der Traum vom Leben in alten Mauern hat sich erfüllt

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Büsbach. Wohnen in alten Mauern – für viele Menschen ist das ein unerfüllter Traum. Nicht aber für Johannes und Karin Krings. Denn sie bewohnen gemeinsam mit ihren Kindern Max und Felix ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Gebäude in Büsbacher.

Das alte Haus war einst die Scheune des „Büsbacher Hof“ und wurde von der Familie Krings 2010 aus dem Besitz ihrer Schwiegereltern beziehungsweise Eltern Heinz und Elfriede Frings übernommen. Danach standen bis 2012 umfangreiche Umbau- und Restaurierungsarbeiten auf dem Programm. Denn das historische Gebäude, das die Adresse Hostetstraße 62 A führt und seit 1987 als Objekt Nummer 473 unter Denkmalschutz steht, sollte nicht nur Platz für eine vierköpfige Familie bieten, sondern darüber hinaus auch Gästen einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen.

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, musste die alte Bausubstanz – zuvor waren dort Heuboden und Ställe untergebracht – gründlich saniert werden. Historisches Mauerwerk wurde gesandstrahlt und neu verfugt, Zwischenwände mussten entfernt sowie alte Eichenbalken gesäubert und gewachst werden.

Das Ergebnis der Baumaßnahme kann sich sehen lassen. In dem einst als Stall genutzten Erdgeschoss ist ein großzügiger Küchen- und Wohnbereich entstanden. Im Obergeschoss, einst der Heuboden, liegen jetzt das Wohnzimmer und die Schlafzimmer sowie der Sanitärbereich. Ergänzt wird das Anwesen durch einen kleinen Anbau, der dem Aufenthalt der Gäste vorbehalten ist.

Verändert hat sich auch das Bild der dem Innenhof zugewandten Seite. Dort wurde das ursprüngliche Tor freigelegt und mit Glasflächen versehen. Um Platz für eine Terrasse im Innenhof zu gewinnen wurden sämtliche Überdachungen entfernt.

Eine lange Geschichte kennzeichnet das historische Gebäude. Ursprünglich war es der Wirtschaftsteil eines um 1594 entstandenen landwirtschaftlichen Anwesens und gehörte als Pachthof zum Besitz der alten Reichsabtei Kornelimünster. Ergänzt wurde der als Scheune genutzte Wirtschaftsteil durch ein Stallgebäude, ein Wohnhaus und eine Schmiede. Diese Bauten liegen heute überwiegend im Bereich der Hostet-straße Nummer 60.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Hof – in die lange Liste der Pächter hatten sich zuvor unter anderem die Familien Schmidt, Meeß, Pütz und Kuck eingereiht – versteigert, und von dem aus Venwegen stammenden Landwirt Jakob Frings erworben.

Seitdem befinden sich die im Bereich von Nummer 62, 62 A und 60 liegenden Bauten allesamt ununterbrochen im Besitz der Familie Frings.

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