Stolberg - Der Stolberger Sport war seine große Leidenschaft: Trauer um Rudi Flink

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Der Stolberger Sport war seine große Leidenschaft: Trauer um Rudi Flink

Von: -jül-
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Stolberg trauert um einen großen Förderer des Sports: Rudi Flink wird am Samstag beigesetzt. Foto: Archiv

Stolberg. Wenn am Samstag Rudi Flink zu Grabe getragen wird, nimmt eine große Trauergemeinde Abschied von einem Stolberger Urgestein. 80 Jahre alt geworden ist einer der Männer, der die Sportszene der Kupferstadt maßgeblich mit beeinflusst hat – sportlich wie beruflich.

Nach seiner Meisterprüfung im Polsterhandwerk trat er 1956 in das traditionsreiche Familienunternehmen an der Rathausstraße ein und entwickelte es gemeinsam mit seiner Ehefrau Helga kontinuierlich von einer Sattlerei zu dem führenden Sporthaus am Platz weiter, das auch heute erster Ansprechpartner für Aktive und Vereine aller Art ist. In besonderer Weise sind der Fußballsport und die Familie Flink miteinander verbunden.

Rudi Flink fand Anfang der 50er Jahre seine sportliche Heimat beim Stolberger SV. In seinem ersten Seniorenjahr als Spieler gelang ihm 1957 der Aufstieg in die Bezirksliga, er verfolgte mit großer Anteilnahme den sportlichen Höhenflug der 1. Seniorenmannschaft mit dem Gewinn der Mittelrheinmeisterschaft im selben Jahr, und wurde in der darauf folgenden Saison selber Spieler dieses Erfolgsteams.

Nach der aktiven Laufbahn engagierte er sich als Jugendtrainer bei der DJK Frisch-Froh, der späteren Fusionspartnerin des SSV. Er führte die Kinder zu Kreismeisterschaften, Turniersiege und bis in die Verbandsliga. In den 70er Jahren coachte er zudem noch die Landsliga-Senioren des SSV, und blieb als wichtiger Berater und Besucher dem Fußball bis zuletzt erhalten. Stolz war er darauf, dass Sohn Heiner und die Enkel Peter und Andreas seine Passion hegen.

Darüber hinaus engagierte sich der quirlige Geschäftsmann sozial und caritativ seit 1971 in Pfarrgemeinderat sowie Kirchenvorstand von St. Lucia. Zudem stellte er sich von 1984 bis 2015 als Mitglied des Kuratorium des Bethlehem-Krankenhauses den wechselvollen Herausforderungen des Gesundheitssystems.

In der genossenschaftlichen Bankenwelt begleitete Flink als Mitglied der Vertreterversammlungen die Fusionen der Stolberger Volksbank mit der Raiffeisenbank Stolberg, den Volksbanken Eilendorf und Eschweiler sowie den Zusammenschluss zur VR Bank. Bis zuletzt blieb er dem mittlerweile von Heiner Flink geführten Sportgeschäft als Seniorchef treu.

 

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