Der Radweg an der Rur soll wie neu werden

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Von Grund auf erneuert wird der Rurufer-Radweg zwischen Kalterherberg und Dreisteigen: Projektleiter Klaus-Dieter Steinig (l.), Arbeitsgruppenleiter Straßenbau Arno Crombach (r.), und Unternehmer Stephan Braun tauschen sich regelmäßig an der Baustelle aus. Foto: P. Stollenwerk
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Stolberg/Kalterherberg. Der Rurufer-Radweg war schon ein Klassiker des Eifeler Radwegenetzes, als noch niemand einen Gedanken an den Vennbahn-Radweg verschwendete. Anders als diese Route führt der Rurufer-Radweg häufig durch individuelle Geländeabschnitte. Besonders beliebt ist dabei der Teilabschnitt zwischen Kalterherberg und Dreistegen, wo die obere Rur sich als Gebirgsbach von der schönsten Seite zeigt.

Doch dieses Teilstück war in den zurückliegenden Jahren auch häufiger Anlass für Kritik und Verdruss der Radfahrer, denn Schlaglöcher und tiefe Reifenspuren wechselten sich ab mit vernässten Partien, auch weil es sich um einen Forstwirtschaftsweg handelt, der mitunter bei Rückearbeiten bis an die Grenzen beansprucht wurde.

Bald aber dürfen sich die Freizeitradler auf bessere Zeiten freuen, denn das sechs Kilometer lange Teilstück wird in Kürze wie neu aussehen. Im Auftrag der Städteregion Aachen ist der Simmerather Bauunternehmer Stephan Braun hier seit Oktober 2012 mit schwerem Gerät unterwegs, um den Weg von der Basis her zu befestigen. Der lange Winter aber unterbrach die Arbeiten für vier Monate. Seit einigen Wochen wird zwar wieder mit Volldampf gearbeitet, doch durch die lange Zwangspause wird der auch überregional bedeutsame Weg erst im Laufe des Monats Juli wieder befahrbar sein.

Ein Teilstück der Rosengasse wird neu asphaltiert, der überwiegend unbefestigte Reichensteiner Weg wird zunächst aufgelockert, damit sich das grobe Material mit den insgesamt 3500 Tonnen Naturschotter, die hier aufgekippt werden, verbindet. Zum Abschluss wird noch eine wassergebundene Feinschotterschicht eingearbeitet. „Ein wesentlicher Punkt beim Wegebau ist die Entwässerung“, betont Klaus-Dieter Steinig, Projektleiter bei der Städteregion. So kann die hier reichlich vorhandene Staunässe dem Weg, der zum großen Teil durch dichten Wald führt, nichts mehr anhaben. Alleine in Höhe des Klosters Reichenstein ist ein 300 Meter langes Teilstück ausgespart worden. Hier bekommt der Weg lediglich eine neue Deckschicht, um das weitere Wachstum des selten vorkommenden gelben Eisenhutes nicht zu gefährden.

Die Maßnahme, die insgesamt 450.000 Euro kostet, ist auf Nachhaltigkeit und Stabilität ausgelegt, da der Rurufer-Radweg nach wie vor auch eine wichtige Wegeverbindung für die Forstwirtschaft bleibt, in deren Eigentum sich der Weg, außer im Bereich Kalterherberg, auch befindet.

Eine Problemstelle beim Rurufer-Radweg ist das Grünental. Der frühere Besitzer des Hauses Grünental verwehrte lange Zeit den Radfahrern die Fahrt über sein Grundstück, was zu einem umständlichen Umweg führte. Mit dem neuen Besitzer hat die Städteregion aber eine Vereinbarung getroffen, dass über das Grundstück fahrende Radler wieder geduldet werden. Man ist aber an einer langfristigen Lösung interessiert. So soll in zwei Jahren in Zusammenhang mit der Sanierung der Rurbrücke auch noch ein fehlendes 100 Meter langes Stück Radweg angelegt werden.

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