Der Kaufpreis bleibt die größte Hürde

Von: Michael Grobusch
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Beliebte Residenz in prächtiger Lage: Bei älteren Menschen steht das Seniorenzentrum hoch in Kurs. Die Suche nach einem Investor gestaltet sich dennoch Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die langfristige Zukunft des Seniorenzentrums Amselweg steht weiterhin in den Sternen. Während sich der Pachtvertrag zwischen der städtischen Betriebsführungsgesellschaft und der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mangels Kündigung stillschweigend um weitere drei Jahre bis zum 15. Oktober 2013 verlängert hat, gibt es bei den Bemühungen um einen Verkauf der Immobilie und der Suche nach einem Investor keine Fortschritte.

„Bei der LEG haben sich die Zuständigkeiten wieder geändert. Ich werde den neuen Verantwortlichen voraussichtlich im Juli auf der Liester treffen und unsere Sicht der Dinge vor Ort erläutern”, erklärte Ferdi Gatzweiler auf Anfrage unserer Zeitung.

„Unsere Sicht der Dinge” ist vor allem die Einschätzung des Bürgermeisters und der Verwaltung, dass der von der LEG als Eigentümerin der Immobilie nach wie vor geforderte Kaufpreis von 7,8 Millionen Euro angesichts des Sanierungsstaus und des erforderlichen Investitionsaufkommens deutlich zu hoch angesetzt ist. Auf diese Summe allerdings beharrt die Landesentwicklungsgesellschaft nun schon seit Jahren, was im Rathaus als eines der größten Probleme in dieser langwierigen Angelegenheit gewertet wird.

Unterm Strich nämlich muss sich der Ankauf des in die Jahre gekommenen Seniorenzentrums für einen möglichen neuen Eigentümer natürlich rechnen. Eine wirtschaftliche Führung des Hauses aber wird nach einhelliger Einschätzung von Experten nur dann möglich sein, wenn die alte, nicht mehr zeitgemäß ausgestattete und auf zwei Etagen aufgeteilte Pflegestation durch einen neuen Anbau ersetzt wird.

„Der Bebauungsplan ist rechtskräftig”, verweist Ferdi Gatzweiler darauf, dass von der Stadt die planerischen und juristischen Voraussetzungen geschaffen worden sind, indem die angrenzende Freifläche und ein großer Teil des Spielplatzes für die erforderliche Expansion in den nun erweiterten Bebauungsplan einbezogen wurde.

Bleibt also die Veräußerung des Objektes, die nach Aussage des Bürgermeisters bis dato in erster Linie an den aus seiner Sicht völlig unangemessenen Kaufpreisforderungen der LEG gescheitert ist. Immerhin: Zwei Interessenten, die beide in der Region Aachen beheimatet sind, haben grundsätzlich ihr Interesse bekundet. Nicht mehr mit im Rennen sind laut Gatzweiler hingegen die Malteser mit der Malteser St. Elisabeth gGmbH, die gleichwohl weiterhin in der Person von Harold von Donzel für die Geschäftsführung am Amselweg verantwortlich zeichnet. Auch die Kommunalinvest, die zwischenzeitlich von der Stadt favorisiert worden war, hat dem Vernehmen nach keine Ambitionen mehr, das Seniorenzentrum zu übernehmen.

Auch wenn sich der Pachtvertrag verlängert hat und jetzt gut drei Jahre bleiben, um zu einem Abschluss zukommen, drängt Ferdi Gatzweiler auf eine baldige Lösung. „Ich möchte keinen Tag versäumen”, erklärt der Bürgermeister und schränkt zugleich ein: „Aber das Thema ist ein sehr komplexes.”
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