Radarfallen Blitzen Freisteller

Der Integrationsrat will seine Mitglieder in die Pflicht nehmen

Von: dim
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Der Beginn der Sitzung des Integrationsrats zeigte deutlich auf, welcher Problematik sich das Gremium mit Priorität widmen muss: Nur sechs der 15 Mitglieder waren anwesend und eine Beschlussfähigkeit, die mindestens acht anwesende Mitglieder fordert, zum wiederholten Male nicht gegeben.

Ahmet Ekin, Vorsitzender des Integrationsrats, führte Arbeitszeiten, Schichtdienst und Wohnortwechsel als Gründe für das Fernbleiben der Mitglieder an – aber auch Desinteresse. „Wenn wir uns viermal im Jahr zu einer Sitzung treffen, sollten die Mitglieder auch regelmäßig daran teilnehmen. Wir haben bereits persönlich und telefonisch Gespräche geführt, die aber leider wohl nichts gebracht haben“, haderte Ekin.

Erst gegen Ende der Sitzung kamen noch zwei Nachzügler dazu, die Anzahl der Mitglieder war auf acht angewachsen, und somit der Integrationsrat beschlussfähig. Nun konnte eine wichtige Maßnahme einstimmig verabschiedet werden: „Wir werden alle Mitglieder anschreiben und sie auffordern, ihr Amt entweder tatsächlich auszuüben, oder es gegebenenfalls niederzulegen“, sagte Ekin. Ein vorgefertigtes Formular zur Erklärung des Amtsverzichts werde dem Schreiben beigelegt, so dass vorhandene Nachrücker die Möglichkeit bekommen könnten, das Amt engagiert zu bekleiden.

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, mit den Planungen für einen „Multi-Kulti-Tag“ im Herbst zu beginnen. „Viele Stolberger mit Migrationshintergrund sind längst integriert, leben aber noch zu isoliert. Wenn es uns gelingt, bei einem großen Fest alle Stolberger ins Boot zu holen, indem wir zum Beispiel alle Vereine einladen, dann können wir einen großen Schritt in Richtung miteinander machen“, beschrieb Ekin.

Ein durchweg positives Zwischenfazit zog der Vorsitzende des Integrationsrat bezüglich der Reihe des Interreligiösen Dialogs. „Es ist eine gute Sache, sich auszutauschen und besser kennenzulernen.“ Die Veranstaltungen seien immer besser besucht. „Beim ersten Mal saßen wir mit fünf Leuten zusammen. Zum letzten Termin kamen mehr als 30 Interessierte“, zeigte Ekin die Entwicklung auf.

Er erinnerte außerdem an den Brandanschlag in Solingen, bei dem Neonazis vor 20 Jahren fünf Menschen ermordeten und 14 zum Teil schwer verletzten. Die Integrationsräte der Städteregion gedenken der Opfer gemeinsam am Dienstag, 28. Mai, um 19 Uhr bei einer Veranstaltung im Mediensaal des Städteregionshauses, Zollern straße 16, in Aachen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert