Stolberg-Münsterbusch - Der „Hota-Ball“ wird zum Jungbrunnen

Der „Hota-Ball“ wird zum Jungbrunnen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
7309763.jpg
Beim furiosen Finale des vierten „Hota-Balls“ begeistern die Bands „AC-Rewind“ und „Get Back“ gemeinsam mit dem Chor „Glissando“ das Publikum. Foto: D. Müller

Stolberg-Münsterbusch. Für viele Gäste ist es wahrer Jungbrunnen gewesen, als der Rolling-Stones-Club Stolberg/Aachen für einen langen und stimmungsvollen Abend quasi „die Zeit zurückgedreht hat“. Rund 200 Freunde der handgemachten Musik aus den 60er und 70er Jahren kamen bei dem „Hota-Ball“ voll auf ihre Kosten.

Die nunmehr vierte Auflage der Veranstaltung fand erstmals im Jugendheim Münsterbusch statt, was den Vorteil hatte, dass sowohl genügend Sitzplätze, als auch reichlich Platz zum „Abrocken“ vorhanden war. Und besonders letzterer wurde ausgiebig genutzt, denn die Bands brachten das begeisterte Publikum immer wieder zum Tanzen und Feiern.

Zu Recht stolz konnte der Clubmanager und Moderator des Abends, Manfred Engelhardt, zunächst die clubeigene Band „AC-Rewind“ ansagen. Die hörbar gereifte Formation unterhielt die Gäste mehrerer Generationen glänzend und überzeugte vor allem mit Titeln der „Rolling Stones“. Ob „All or Nothing“, „Under my Thumb“, „Sympathy for the Devil” oder „Play with Fire” – „AC-Rewind” bediente die Stones-Fans reichlich und gut. Die Band streute auch Titel in ihr Repertoire ein, die nicht von den „Rolling Stones“ sind und sorgte damit für Abwechslung.

Einer der Gäste erfreute sich jedoch am meisten bei Songs wie „Not Fade away“, „The last Time“ oder „Little Queenie“. Es handelte sich um Ulli Schröder, der noch vor kurzem ein Konzert der „Stones“ in Abu Dhabi besucht hat. Es war sein persönliches 163. Livekonzert der „Rolling Stones“. Schröder betreibt im Wendland ein Stones-Fan-Museum. Ferner ist er Galerist des „Stones“-Gitarristen Ron Wood, der auch als bildender Künstler aktiv ist. Schröders Museum beherbergt mit 150 Exponaten die größte Ron-Wood-Bildersammlung.

Er war hellauf begeistert von einer Premiere beim vierten „Hota-Ball“ des Clubs: Zum ersten Mal wirkte mit „Glissando“ ein gemischter Chor bei der Veranstaltung mit. Unter der Leitung von Giuseppe Strina intonierte „Glissando“ gemeinsam mit „AC-Rewind“ die „Stones“-Titel „Wild Horses“ und „You can‘t always get what you want“ und bereitete dem Publikum ein fantastisches Musikerlebnis. Der tosende Applaus bewies, dass diese Kombination sehr gut ankam, doch es sollte nicht der einzige Auftritt des Aachener Chors bleiben.

Nach dem bejubelten Konzert von „AC-Rewind“ eroberten „Get Back“ die Bühne und füllte die Tanzfläche. Die „Beatles“-Tribut-Band sorgte mit Stücken wie „I saw her standing there“, Drive my Car“ und natürlich „Get Back“ für beste Partystimmung im Münsterbuscher Jugendheim. Die Band überquerte harmonisch die „Penny Lane“, forderte auf „Come together“, besang die „Lady Madonna“ ebenso ansprechend wie den „Paberback Writer“.

Zu „Beatles“-Klassikern wie der „Sgt. Pepper‘s lonely Hearts Club Band“, „Revolution“ und „Here comes the Sun“ präsentierte „Get Back“ leidenschaftlich auch weniger gängige Songs wie „When I get Home“ oder „I got to get you in my Life“ aus dem Album „Revolver“ und erntete dafür großen Beifall. Wie schon zuvor „AC-Rewind“ wurde auch „Get Back“ bei zwei Liedern von „Glissando“ unterstützt.

Chor und Band ließen „Yellow Submarine“ glänzend erklingen, und die Ovationen des Publikums gaben dem Clubmanager Recht, der ein eindeutiges Fazit zog: „Dieses Experiment ist mehr als gelungen, und der Stones-Club setzt die Zusammenarbeit mit dem Chor ,Glissando‘ sehr gerne fort“, erklärte Engelhardt.

Als jener Chor mit „Get Back“ das hymnische „Hey Jude“ anstimmte, und alle Gäste aus vollem Herzen mitsangen, hätte dies das furiose Finale des vierten „Hota-Balls“ sein können, doch der Rolling-Stones-Club hatte noch eine besondere Überraschung in petto: Nach vehementen „Zugabe“-Rufen aus dem Publikum blieben nicht nur „Glissando“ und „Get Back“ auf der Bühne.

„AC-Rewind“ gesellte sich zu den zahlreichen Musikern und nun begeisterten beide Bands und der Chor die Gäste vollends, indem sie gemeinsam eine beeindruckende „Jam-Session“ darboten. Auf Bob Marleys Hit „No Woman no Cry“ folgten wahre Jubelstürme, und der rundum gelungene vierstündige Konzertabend mündete in „Proud Mary“ von„Creedence Clearwater Revival“, dass „AC-Rewind“, „Get Back“ und „Glissando“ hervorragend zu Gehör brachten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert