Der Frühsommer lässt das Ärztehaus zügig wachsen

Von: Tom Lammertz
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Stolberg. Hat der lange Winter die Planer und Bauarbeiter am Bethlehem-Gesundheitszentrum noch stark ausgebremst, so macht der frühe Sommer ein wenig davon wieder wett: Bis Ende November soll das neue Ärztehaus mit seinen vier Ebenen rechts vom Haupteingang hinter dem Restaurant fertig sein.

Und der Fortschritt ist so, dass alle Verantwortlichen optimistisch sind, am 30. November feierliche Schlüsselübergabe veranstalten zu können: Zwei Ebenen sind bereits hochgezogen, und während die Maurer die nächste Etage aufsetzen, ist in den Stockwerken unter ihnen schon der Innenausbau im Gange.

Doch nicht nur das Ärztehaus wächst momentan: Drei weitere Projekte erfordern vom Bau- und Planungsstab ebenso wie von Krankenhaus-Mitarbeitern und Patienten auch noch übers Jahr hinweg Geduld und Nachsicht. Da ist zum einen der 11,5 Millionen Euro teure Umbau von Bettenhaus, Notfallambulanz und Rettungswageneinfahrt.

Während diese Zufahrt in der Vergangenheit einem einzelnen Rettungswagen bereits Platzschwierigkeiten bereitete, weil sie für die alten Krankenwagenkombis dimensioniert war, können jetzt problemlos zwei gleichzeitig Patienten liegend in den geschlossenen warmen Raum bringen. Im Notfall ist sogar Platz für einen dritten Rettungswagen. Die Notfallambulanz, die hinter diesem Einfahrtbereich liegt, bekommt derzeit ebenfalls deutlich mehr Platz. Auch hier wird im laufenden Betrieb gearbeitet: So wird über der vorhandenen eine neue Decke gezogen, anschließend die alte entfernt.

„Hotelzimmer-Charakter”

Auch dort sind die Installateure bereits am Werk, während die Raumgrenzen noch erneuert werden. Am Ende bleibt deutlich mehr lichter Raum.

1,1 Millionen Euro wird die komplette Neugestaltung der Privatstation kosten, deren Eröffnung ebenfalls im Sommer erfolgen soll. „Premium-Einbettzimmer mit Flachbild-Fernsehern und DVD-Anlagen dürfen Privatpatienten dann als Standard erwarten. Und hier strebt das Krankenhaus als „Gesundheitszentrum” ganz neue Maßstäbe an: „Der Anspruch ist Hotelzimmer-Charakter”, erläutert Wolfgang Weber, der Sprecher des Hauses. Schon jetzt verfüge die Privatstation über ein eigenes Serviceteam mit eigenem „Outfit”, und nicht zufällig komme die Serviceleiterin aus der Hotelsparte. Denn, das versucht kaum noch ein Krankenhaus zu verheimlichen: Damit lässt sich Geld verdienen. Ein ganz wichtiger Aspekt, wenn man bedenkt, dass die Häuser an anderen Stellen nicht selten auf Kosten „sitzenbleiben” - etwa dann, wenn beim Pflegepersonal im Stress der Patientenversorgung einmal die Dokumentationspflicht für die Krankenkassen hintenangestellt werden muss.

Das vierte Projekt ist die Westfront des Hauses, die - anders als die bisher genannten Projekte - nicht von langer Hand geplant werden konnte. Denn zu neuen Fenstern und neuer Fassadendämmung kam das Haus mehr oder weniger „wie die Jungfrau zum Kind”. Bekanntlich wurden die Zuschüsse in der Städteregion Aachen nicht im Sinne des Zuschussgebers verteilt. Eschweiler wehrte sich erfolgreich gegen die Entscheidung - mit dem bekannten Ergebnis, dass nicht alleine Würselen profitieren durfte, sondern auch die Einrichtungen in Eschweiler und Stolberg zu berücksichtigen waren. So blieben dem „Bethlehem” die 320.000 Euro zur Sanierung der Westseite, die mittlerweile abgeschlossen ist.

Seit September 2007 wird am Stolberger Krankenhaus gebaut, bis zum Jubiläum im Jahr 2013 soll auch die letzte Maßnahme abgeschlossen sein.
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