Stolberg - Den Einbrechern keine Chance lassen

Den Einbrechern keine Chance lassen

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die dunkle Jahreszeit naht, und damit steigt die Zahl der Einbrüche. Mit ihrer Aktionswoche unter dem Titel „Riegel vor, sicher ist sicher“, rät die Polizei, sich vor dem ungebetenen Besuch von Langfingern zu schützen.

Vor allem in Stolberg schlagen die Täter immer häufiger zu. Während die Zahl der Einbrüche in diesem Jahr in Aachen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent zurück ging, stieg sie in Stolberg um 15 Prozent. Schwerpunkte sind hier Münsterbusch, Donnerberg und Büsbach.

Auch wenn es meist ohne Gewalt abgeht: „Wohnungseinbrüche hinterlassen bei den Opfern oft traumatische Eindrücke. Die Täter dringen schließlich in eine Privatsphäre ein, die bisher als sicher galt. Das wirkt oft noch Monate nach“, betonte der Aachener Polizeipräsident, Dirk Weinspach, am Montag bei der Präsentation der Aktionswoche. Deshalb sei es wichtig, das eigene Haus oder die Wohnung gut gegen ungebetene Gäste zu sichern.

Die meisten Täter haben kein schweres Werkzeug dabei. „Um die üblichen Fenster aufzuhebeln, reicht meist ein Schraubenzieher“, warnt Alex Milar, Leiter des Kommissariats Vorbeugung bei der Aachener Polizei. Die Aufklärungsarbeit der Polizei trägt aber offenbar schon Früchte. Milar: „Bei 41,6 Prozent der Einbrüche bleibt es beim Versuch“. Will heißen: Tür oder Fenster waren so gut gesichert, dass Fremde sie eben nicht so leicht aufhebeln konnten.

Die Aufklärungsquote der Polizei bei den Einbrüchen in der Region liegt zwischen 12 und 13 Prozent. Einige Täter wurden auf frischer Tat gefasst. Und dabei wurde rasch deutlich: „Die Täter kommen zu 75 Prozent von auswärts oder sind ohne festen Wohnsitz“, so Kriminaldirektor Armin von Ramsch am Montag.

Meist sind es Banden, die nach der Tat sofort weiter ziehen. Womöglich über die niederländische oder belgische Grenze. Zuletzt waren es oft osteuropäische Frauen, die aus Belgien kommend die Aachener Region unsicher machten. „Die Banden sind straff organisiert und wechseln ständig die Einsatzorte“, so von Ramsch. Die Aachener und Kölner Polizei hätten deshalb eine Ermittlungsgruppe gebildet, die mobile Täter im Visier behalte. Rund 25 Intensivtäter habe die Einsatzgruppe zugewiesen bekommen. „Sieben davon sitzen inzwischen in Haft“, sagt von Ramsch.

Zur Aktionswoche der Polizei vom 20. bis zum 26. Oktober gehören auch Fahndungs- und Kontrolltage. Das heißt, die Polizei wird Verkehrskontrollen vornehmen, vor allem im Grenzgebiet zu Belgien und den Niederlanden. So soll der Druck auf mögliche Täterbanden erhöht werden. Die Polizei appelliert an die Bürger, die Augen offen zu halten. Wem in seinem Viertel oder in der Nachbarschaft etwas ungewöhnlich erscheint, der sollte sicherheitshalber die Polizei alarmieren.

Warum die Zahl der Einbrüche ausgerechnet in Stolberg, einer Stadt ohne eigenen Autobahnanschluss, steigt (in der Nachbarstadt Eschweiler ist die Zahl von 121 auf 109 gesunken), konnte Armin von Ramsch am Montag nicht begründen.

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