Stolberg - „Das soll keine Eintagsfliege sein”

„Das soll keine Eintagsfliege sein”

Von: Jan Schlegelmilch
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Verdiente Siegerinnen: Das junge Team des VfR Venwegen holte zum ersten Mal die Stadtkrone der Frauen.

Stolberg. Einen Tag nachdem die Männer des VfR Venwegen noch chancenlos in der Vorrunde ausgeschieden waren, durfte der Verein am Sonntag dennoch einen historischen Triumph feiern: Die Frauen des VfR siegten souverän bei der ersten Hallenfußball-Stadtmeisterschaft.

Ohne Punktverlust gewann die blutjunge Mannschaft des VfR vor Adler Büsbach, Ausrichter SG Stolberg und BSC Schevenhütte den Titel. Der VfR stellte mit der erst 17-jährigen Nina Hülsen (sechs Tore) zudem die beste Stürmerin.

„Ich bin nicht nur heute, sondern mit der gesamten Hinrunde zufrieden. Ich denke mal, dass die Mädels auch stolz darauf sind, hier als erster Stolberger Stadtmeister den Titel geholt zu haben”, bilanzierte VfR-Trainer Gustav Zysk, der aber nicht nur für sein Team ein Lob übrig hatte: „Ich habe hier nur zufriedene Gesichter gesehen, das war wirklich eine gelungene Veranstaltung von der SG Stolberg.”

Das sahen die Verantwortlichen bei der Sportgemeinschaft genau so. „Das Turnier ist wirklich gelungen. Ich hoffe, dass die Stadtmeisterschaft weiter geführt wird, wer auch immer nächstes Jahr Ausrichter ist”, sagte Anja Hompesch, die sich als 2. Vorsitzende der SG und Frauenbeauftragte im Fußballkreis Aachen für eine Stadtmeisterschaft der Frauen in Stolberg stark gemacht hatte. „Was das angeht, nehmen wir mit der SG Stolberg wieder eine Vorreiterrolle ein.”

Entgegen der hervorragenden Organisation wollte der SG sportlich allerdings nicht viel gelingen. Die Mannschaft von Annemie Keldenich und Ute Truwe war jedoch bereits einen Tag zuvor im Einsatz, als man sich für die Endrunde des Hallenpokals des Fußballkreises Aachen, den die SG am kommenden Sonntag in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums ausrichtet, qualifiziert hatte.

Dementsprechend müde wirkte der Auftritt der Gastgeberinnen. „Von der Leistung her war das enttäuschend. Wir haben uns ein bisschen mehr vorgenommen, zumal wir gestern bedeutend besser gespielt haben”, kommentierte Annemie Keldenich den dritten Platz. Von der Premiere der Stadtmeisterschaft war die Trainerin allerdings begeistert: „So etwas kann nur Werbung für den Frauenfußball sein. Früher gab es in Stolberg noch mehr Frauenmannschaften. Und so ein Turnier hilft, da wieder hin zu kommen.”

Denn aktuell sind in Stolberg mit der SG Stolberg, Adler Büsbach und dem VfR Venwegen nur drei Frauenteams im Spielbetrieb. Der BSC Schevenhütte, der das Teilnehmerfeld komplettierte, spielt lediglich zum Spaß. Und trotz hoher Niederlagen hatten die Schevenhütterinnen und ihr lautstarker Anhang auf der Tribüne tatsächlich nur Freude. Jeder Torschuß wurde von der Tribüne wie ein Sieg bejubelt, bei Paraden der eigenen Torhüterin schallten die Gashörner durch die Halle.

„Ich bin echt zufrieden, es liefen interne Wetten, die wir alle gewonnen haben”, resümierte Trainer Andreas Spangenberg, dessen Mannschaft durch ihren Einsatz das Turnier ebenso wie die spontan als Sponsor eingesprungene Sparkasse Aachen überhaupt ermöglicht hatte.

Rita Felden, Urgestein im Frauenfußball bei Adler Werth und jetzt bei der SG Stolberg, brachte es letztendlich auf den Punkt: „Wir haben die Gelegenheit genutzt, die erste Meisterschaft auszurichten. Das soll aber keine Eintagsfliege sein.”

Die Ergebnisse der Stadtmeisterschaft

Stolberg - Schevenhütte 8:0, Venwegen - Büsbach 3:1, Stolberg - Büsbach 0:0, Venwegen - Schevenhütte 8:0, Stolberg - Venwegen 0:3, Schevenhütte - Büsbach 0:8. Tabelle: 1. Venwegen, 2. Büsbach, 3. Stolberg, 4. Schevenhütte

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