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Das Ramadan-Ende wird bei der Stadtparty gefeiert

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Türkische Mitbürger laden alle bei der Stadtparty ein: Auf dem Mühlener Markt wollen sie das Ende des Ramadan nutzen, um bei kulinarischen Genüssen und intensiven Gesprächen das gegenseitige Kennenlernen zu fördern.

Stolberg. „Es geht doch um die Menschen”, sagt Recep Kindam. Die sollen im Mittelpunkt stehen. Bei der Stolberger Stadtparty am kommenden Wochenende. „Wir sind doch alle Stolberger - der eine länger, der andere kürzer”, unterstreicht der Vorsitzende der „Side”, der Vereinigung der mittelständischen türkischen Betriebe in der Kupferstadt.

1000 Mahlzeiten stehen bereit

„Wir müssen uns alle nur besser kennenlernen”. Und dazu ergreift „Side” einmal mehr die Initiative und beteiligt sich an der Stadtparty. Schon seit geraumer Zeit bringen sich die Mitglieder ein in Gremien von Stadtmarketing, Sozialer Stadt und Innenstadt-Konzept.

Aber es ist das erste Mal, dass Vereine und Vereinigungen der türkischen Mitbürger im Rahmen einer Stadtparty das internationale Flair eines Stadtteils auch offensiv mit einem eigenen Konzept auf dem Mühlener Markt zum Thema machen.

„Wir möchten Vorurteile abbauen, Missverständnisse vermeiden helfen und aufeinander zugehen”, sagt der „Side”-Vorsitzende. Die Türen der Moscheen stünden zwar immer für alle Besucher offen, „aber es gibt leider nur wenige, die sich zu uns trauen und uns kennenlernen wollen”, bedauert Kindam.

Dabei bietet den Moslems das Datum des Stadtfestes idealerweise eine doppelte Gelegenheit, über ihre Kultur und ihre Religion aufzuklären, denn am Samstag endet der Ramadan, die 30-tägige türkische Fastenzeit, während der tagsüber auf Essen, Trinken und Lebensfreuden verzichtet werden soll.

Nur nachts gestattet der Koran eine kurze Frist für die Aufnahme von lebensnotwendiger Ernährung, erklärt Kindam. Gefeiert wird aber das Ende des Verzichts, und der fällt auf den Stadtfest-Samstag - auf 19.47 Uhr hiesiger Zeitrechnung.

Und feiern möchten die islamischen Stolberger mit ihren Mitbürgern auf dem Mühlener Markt. „Wir laden alle zum gemeinsamen Fastenbrechen ein”, freuen sich die türkischen Stolberger auf gute Gespräche und Kontakte. Für landestypische Spezialitäten ist reichhaltig gesorgt.

1000 Portionen werden durch Spenden und Sponsoring der Geschäftsleute in Unterstolberg finanziert, dokumentieren die Gastfreundlichkeit der Kultur. Suppe, Reis, Gemüse, Fleisch, dazu Tee und die typische Ayran, ein Joghurt-Getränke, werden ohne Entgelt gereicht. „Jeder ist willkommen”, betont Kindam.

Bereits ab 18 Uhr wird auf diese wichtige Stunde im islamischen Glauben eingestimmt. Turgay Sacu, der Stolberger Vorsteher der staatlich unterstützen Ditib-Gemeinde an der Rathausstraße, moderiert Gesprächsrunden mit Bürgermeister und Politikern sowie Vertretern der islamischen Glaubensgemeinschaft.

„Wir möchten aufklären und Vorurteile abbauen”, betont Recep Kindam noch einmal, und unterstreicht, dass die politisch und religiös nicht gebundene „Side” sich auch als Mittler zwischen den Kulturen versteht. Auch kritische Fragen sind willkommen, denn oft seien es nur Missverständnisse, die das Miteinander erschweren würden.

Umrahmt wird das Fest auf dem Mühlener Markt von einer Präsentation türkischer Betriebe, von Kunsthandwerk und gastronomischen Angeboten, Musik, Unterhaltung sowie einem Angebot für Kinder.

Insbesondere der Sonntag soll ganz im Zeichen der Familie und des Festes stehen, bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen sollen. „Damit wir uns alle besser kennenlernen und verstehen können”, freut sich der „Side”-Vorsitzende auf viele Besucher.
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