Stolberg - Das große Schlemmen auf dem Kaiserplatz

Das große Schlemmen auf dem Kaiserplatz

Von: Johannes Mohren
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Auch hinter den Kulissen wird
Auch hinter den Kulissen wird geschwitzt: Katharina Oebel (l.) und ihre Kollegin Martina Harperscheidt sorgen stets für saubere Teller.

Stolberg. Es ist kurz nach 13 Uhr und das Nudelbuffet auf dem Stolberger Kaiserplatz ist gerade seit gut einer Stunde geöffnet. „Langsam kommt der große Andrang”, sagt Katharina Oebel.

Wenn es um die Besucherzahlen geht, ist Oebel Expertin, und dass obwohl sie vom großen Schlemmen auf dem Kaiserplatz eigentlich gar nichts mitbekommt.

Denn Oebel arbeitet mit ihren Kolleginnen hinter den Kulissen, unsichtbar für die vielen Genießer auf den Bierbänken vor dem alten Rathaus. Sie ist eine der vielen ehrenamtlichen Helferinnen - ihr Job: das Spülen. „Wir sehen immer nur, wie viele Teller reinkommen und können dann recht gut abschätzen, was gerade draußen los ist”, berichtet Oebel, dann ruft wieder die Arbeit.

Martina Harperscheidt, die sonst mit Oebel beim Sozialamt arbeitet, kommt mit neuem Geschirr. „Einen großen Vorteil hat die Arbeit hier drinnen: Es ist zumindest ein bisschen kühler”, stöhnt sie. Nicht etwa, dass es im Dampf der Spülmaschinen angenehm wäre. Aber draußen steigt das Thermometer zeitweise auf satte 35 Grad - da wird das Nudelbuffet besonders für die fleißigen Helfer an den Töpfen zu einer wahren Hitzeschlacht.

„Ja, es ist schon anstrengend”, betont Chefkoch Hans-Josef Siebertz. Schweißtropfen perlen ihm und seinen „Co-Köchen” immer wieder von der Stirn. Sie sind dort zu finden, wo das Herz des Buffets schlägt: an den Töpfen. Lasagne, Penne allarrabbiata oder Tortellini mit einer Schinken-Champignons-Sahnesauce stehen auf der Nudel-Karte, „natürlich alles frisch zubereitet”, hebt Siebertz hervor und rührt mit dem Kochlöffel in einem der „Pötte”.

Direkt vom Koch-Pavillon wird das Essen zum Verkaufszelt transportiert. Fünf DRK-Helfer sind dort im Dauereinsatz, um die Teller der Besucher zu füllen. Für ungefähr 1200 Portionen reicht der Vorrat, jede einzelne wird zu einem Gaumenschmaus. „Es ist einfach unheimlich lecker”, schwärmt Edith Herpertz.

Pavillons spenden Schatten

Die große Hitze war für sie kein Hindernis. „Hier haben sich alle so viel Mühe gegeben - und schließlich geht es um einen guten Zweck. Außerdem ist ja bestens vorgesorgt”, betont sie.

Zahlreiche Pavillons spenden den nötigen Schatten - auch sonst wurde bereits im Vorfeld auf die warmen Temperaturen reagiert. „Wir haben bewusst mehr Wasser als sonst geordert”, betont Raimund Leesmeister vom DRK, dessen Team nicht nur während des Buffets tatkräftig anpackt, sondern auch den Auf- und Abbau übernimmt.

„Das sind schon einige Tage Arbeit. Wir sind die ersten die kommen und die letzten die gehen. Aber inzwischen haben wir da ja bereits Routine”, sagt er. Denn es ist das nunmehr 9. Nudelbuffet und somit eine echter Eckpfeiler im (kulinarischen) Kalender der Kupferstadt - mit großem Erlös für die Bereiche Jugend und Soziales.

Rund 6000 Euro konnten die Macher des Nudelbuffets nach der letzten Ausgabe übergeben, die diesjährigen Zahlen stehen noch aus.
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