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„Das After-Show-Dorffest“: Wiederentdeckung der eigenen Ehefrau

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Amüsantes Spiel auf hohem Niveau: Der Theaterverein Bardenberg begeisterte jetzt im Kulturzentrum Frankental mit der Aufführung der Komödie „Das After-Show-Dorffest“. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Bürgermeister Manfred (Heiner Delpy) hat gemeinsam mit seinen Freunden (Wolfgang Krupp, Harald Landes und Gerd Klinkenberg) ein Dorffest geplant, dessen Protagonisten die Stars Robert Blanco, Andrea Berg und Heino sein sollen. Als krönenden Abschluss hat die illustre Männerrunde eine After-Show-Party mit den heißen Damen von der „Fledermausbar“ ausgetüftelt.

Doch der schöne Plan wird von Oma (Birgit Delpy) durchkreuzt, die die Männerrunde belauscht hat. Sie mobilisiert die Ehefrauen (Angelika Kuntz, Simone Hackert, Myriam Rommerskirchen und Heike Bongard-Landes), die ihrerseits alle Hebel in Bewegung setzen, um die liebestollen Männer wieder auf den rechten Pfad der Tugend zurückzuführen. Diese amüsante Story brachte jetzt der Theaterverein Bardenberg unter dem Titel „Das After-Show-Dorffest“ auf die Bühne des Kulturzentrums Frankental.

Zwei ausverkaufte Vorstellungen

Mit jeweils fast 200 Besuchern an den beiden Aufführungstagen war die Veranstaltung ausverkauft. Eröffnet hatte man die in sechs Aufführungen gegliederte Veranstaltungsreihe Anfang November in Bardenberg. Danach folgten Mitte November Termine in Merkstein. Das Gastspiel in der Kupferstadt bildete nun den Abschluss der kleinen Tournee.

Die Besucher kamen auf voll ihre Kosten. Schließlich präsentierten die 13 Laiendarsteller eine hohe schauspielerische Kunst. Herzhaftes Gelächter, vereinzelte Bravorufe und tosender Applaus waren geradezu programmiert.

Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als die Männer selbst in die Rollen der Stars schlüpfen und die geprellten Ehefrauen sich als die vergnügungssüchtigen Damen von der Fledermausbar ausgeben. Schließlich hat Bernd (Dirk Kuntz) im Hintergrund die Fäden gezogen. Er hat die Schilderungen der Oma, die dafür bekannt ist, dass sie Gehörtes nicht ganz wahrheitsgetreu wiedergibt, für bare Mütze genommen und die eingeplanten Stars und die fest gebuchten Fledermausdamen wieder ausgeladen.

Um das Dorffest nicht platzen zu lassen, übernimmt nun die illustre Männerrunde die Rollen der vermeintlich verhinderten Stars. Denn schließlich kommt die dazu passende Musik vom Band, und die dazu gehörenden Rollen von Heino oder Andrea Berg werden von den fantasie- und effektvoll verkleideten Männern mit Bravour gemeistert.

Auch die Frauen verkleiden sich

Aber nicht nur die Männer haben sich verkleidet. Auch die Frauen tragen das Ihre dazu bei, indem sie als vermeintliche Fledermausdamen ihren Männern den Kopf verdrehen. Diese bemerken ihren Irrtum erst, als sie sich mit den bunt kostümierten „Fledermausdamen“ längst ins Séparée zurückgezogen haben. So entdecken die Männer plötzlich ihr Eheglück von einer ganz neuen Seite und bringen so wieder mehr Dynamik und Leben in ihre etwas aus dem Tritt geratenen Beziehungen . . .

Weiterhin spielten mit Steffi (Simone Emmerich), Eduard (Robert Grabo) und Cäcilia (Stefanie Thomas), die als Verwandte bzw. Freunde auftraten und das urkomische Spiel um einige witzige Spielszenen ergänzten. Besonders gut gelungen war der Auftritt von Eduard (Robert Grabo), der durch seine wohl akzentuierte Stimme und seine Mimik sehr zur Belustigung des Publikums beitrug.

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