Stolberg - Dank mildem Winter schreitet Großbaustelle Aachener Straße voran

Dank mildem Winter schreitet Großbaustelle Aachener Straße voran

Von: Lukas Franzen
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Auch wenn die Arbeiten auf der Aachener Straße nach Plan verlaufen, wird eine Durchfahrt in absehbarer Zeit noch nicht möglich sein. Foto: L. Franzen

Stolberg. Ihr Name ist Programm. Denn wer in die Aachener Straße von Oberstolberg aus in Richtung Büsbach abbiegt, für den ist die Grenze der Stadt, der die Straße ihren Namen verdankt, nicht mehr weit.

Seit September bleibt Autofahrern dieses Tor zwischen Kup-fer- und Kaiserstadt allerdings versperrt. Grund dafür ist die städtische Grunderneuerung der als verkehrswichtig klassifizierten Verbindung, die noch bis Ende des Jahres andauern wird.

Um den geplanten Zeitrahmen einhalten zu können, sind täglich drei Kolonnen mit jeweils vier Arbeitern auf der rund 1,7 Kilometer langen Großbaustelle zwischen Brauereistraße und Lehmkaulweg beschäftigt. Hinzu kommen Pflasterer der neuen Geh- und Radwege sowie Logistikfirmen, die für den Abtransport der ausgekofferten Straßenaltlasten sorgen.

Täglich stattet auch Werner Lövenich, Projektleiter des Tiefbauamts, „seiner“ Baustelle einen Besuch ab. Wie viele Baumaßnahmen er seit Dienstantritt im Jahre 1988 bereits im Tiefbauamt begleitet hat, kann er nicht einschätzen. Doch es steht fest: Die Aachener Straße ist sein bisher größtes Projekt. Und das ist in den ersten vier Monaten seit Baubeginn ganz nach seinen Vorstellungen verlaufen.

Letzte Feinschicht fehlt noch

„Wir liegen sehr gut in der Zeit“, freut sich Lövenich über die sichtbaren Fortschritte auf der Aachener Straße. So ist der Teilabschnitt zwischen Burgstüttgen und Hausnummer 24 seit Dienstag fertig asphaltiert. Lediglich die letzte Feinschicht müsse noch aufgetragen werden, erzählt Lövenich. Bereits seit sechs Wochen ist in diesem Bereich auch die neue Straßenbeleuchtung, die im Zuge der Baumaßnahmen mit LED-Lampen bestückt wurde, in Betrieb. Ein Häkchen kann das Tiefbauamt bald auch hinter die Erneuerung des Gehwegs auf diesem Bauabschnitt machen. Doch noch sind die Pflasterarbeiten auf einer Straßenseite nicht ganz abgeschlossen.

Oberhalb der Burgstüttgen-Einmündung zeigt Werner Lövenich auf den ersten fertiggestellten Teil des kombinierten Rad- und Gehwegs, der am Morgen noch frisch eingekehrt wurde. Bis zur Kranensterzstraße soll der neue Weg im schmalsten Bereich der Aachener Straße später die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer garantieren.

Weiter oben, im Bereich der Karlshöhe, geht es ebenfalls um Sicherheit und Stabilität. Dort werden rechts wie links Gabionenkörbe angebracht, um einerseits den Unterbau der Straße am Seitenhang hin zur Finkensiefstraße zu stabilisieren,und andererseits den Hang der Kluettgenswiese zum Gehweg hin abzusichern. Bagger haben nun damit begonnen, entsprechenden Platz für die Stabilisierungselemente zu schaffen. „Danach werden wir die Arbeiten an dem Rad- und Gehweg weiterführen“, so Lövenich.

Positives gibt es auch von den Kanalarbeiten in der Aachener Straße zu vermelden. Diese sind bereits bis zur Einmündung des Grünen Wegs fortgeschritten. „Kurz vor Ostern wollen wir den Lehmkaulweg erreichen. Dort werden die Kanalarbeiter dann abgeschlossen“, erklärt der Mitarbeiter des Tiefbauamts und hofft, dass seine Bauarbeiter auch in den letzten Wintermonaten von Schnee und Kälte verschont bleiben. Der „nicht vorhandene Winter“ habe bisher dazu beigetragen, dass alles reibungslos verlaufen sei. „Es kommt wirklich sehr selten vor, dass man im Winter ganz durcharbeiten kann.“

Über ein positives Klima ganz anderer Art freut sich der Projektverantwortliche indes mindestens genauso: „Die Zusammenarbeit mit den Anwohnern funktioniert gut.“ „Kleinere Probleme“ gebe es hin und wieder in Fragen von nicht erreichbaren Einfahrten und mangelnden Parkmöglichkeiten. Weitere häufige Anliegen der Bürger seien Fragen rund um ihre Hausanschlüsse und „natürlich ihre Kostenbeteiligung“, berichtet Lövenich.

Die anfänglich wöchentliche Sprechstunde des Tiefbauamts entlang der Baustellenstrecke wurde mittlerweile auf einen monatlichen Termin reduziert, nachdem die Resonanz abgenommen hatte. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr steht Werner Lövenich den Anwohnern einem Bauwagen jetzt noch Rede und Antwort.

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