CTW gibt Führung des Stolberger Krankenhauses ab

Von: oha
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Stolberg. Die Caritas Trägergesellschaft West (CTW) gibt im Sommer die Geschäftsführung des Stolberger Krankenhauses ab. Diese Nachricht, unlängst von den beiden CTW-Geschäftsführern Gábor Szük und Bernd Koch verkündet, ist in der Krankenhaus-Belegschaft mit großer Verunsicherung aufgenommen worden.

„Das kam schon sehr überraschend. Jeder will jetzt wissen, wie es weiter geht“, sagt Inge Lohrsträter, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Bethlehem-Gesundheitszentrums.

Lohrsträter fürchtet, dass dem Haus jetzt die qualifizierten Mitarbeiter den Rücken kehren, wenn die Geschäftsführung nicht möglichst rasch qualifiziert neu besetzt wird. „Wenn das Gesundheitszentrum auf gesunden Füßen stehen will, muss die Mannschaft bleiben.“ Von der CTW habe man sich im Haus viel versprochen. Inge Lohrsträter: „Wir harren jetzt der Dinge, die da auf uns zukommen.“

Hans Mülders, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Katholische Kirchengemeinde St. Lucia, Trägerin der Stolberger Klinik, hätte gerne mit den Krankenhaus-Experten der CTW weiter gearbeitet. „Szük und Koch hatten die Geschäftsführung ja zunächst für eine befristete Zeit übernommen. Aber wir hätten sie gerne behalten. Sie haben schon so große Erfolge erzielt.“ Daraus lässt sich schließen, dass es nicht am Vertragspartner aus Stolberg gelegen hat, dass die Zusammenarbeit nun endet.

Im CTW-Aufsichtsrat gab es offenbar unterschiedliche Auffassungen. Auch der Vize-Aufsichtsratschef der CTW, Generalvikar Manfred von Holtum, hätte sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen können. „Wir haben überlegt, wie wir im Bistum Aachen Krankenhäuser zukunftsfähig machen können. Auch in Stolberg“, so von Holtum. Die Situation in Stolberg habe sich zunächst als ernst heraus gestellt. Doch unter der neuen Leitung sei rasch ein Aufwärtstrend zu erkennen gewesen. Von Holtum: „Dann muss man sich natürlich die Frage stellen, ob dieser Aufwärtstrend anhält. Man muss die Chancen und Risiken gegeneinander abwägen.“ Für die Mehrheit im Aufsichtsrat waren die Risiken offenbar überwiegend. Immerhin: Szük und Koch bleiben noch einige Wochen an der Krankenhausspitze. Das bringt Zeit. „Wir werden nun ohne Hektik und Eile eine neue Geschäftsführung für unser Haus suchen“, sagt Hans Mülders.

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