Stolberg - City-Busse fahren nicht mehr durch Lindenstraße

City-Busse fahren nicht mehr durch Lindenstraße

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Einen neuen Weg sollen die Aseag-Linien 40 und 62 in Münsterbusch nehmen.

Die Verwaltung empfiehlt dem morgen tagenden Ausschuss für Verkehr, den Beschwerden von Anwohnern aus der Lindenstraße zu folgen. Wenn die Politik zustimmt, führt der Weg der Linien zukünftig über die Tal- und Bachstraße, so dass Linden- und Concordiastraße nicht mehr befahren werden.

Das hat aufgrund der längeren Strecke 1600 Euro Mehrkosten pro Jahr für die Stadt sowie eine längere Fahrtzeit von etwa einer halben Minute zur Folge.

Motiviert, sich erneut gegen den Busverkehr zur Wehr zu setzen, wurden die Anlieger der Lindenstraße durch die bevorstehende Sanierung der Straße, bei der sie laut Gesetz zu den Kosten herangezogen werden.

Dabei wird die Linden- zwar als Anliegerstraße eingestuft, „wovon wir in den vergangenen Jahren allein aufgrund der erheblichen Belästigung und vor allen der Gefährdung durch den Busverkehr leider nichts merken”, formulierten Hans Alt und Osman Vurgun namens der Anwohner. Den schweren Linienbussen geben sie auch die Schuld für den desolaten Zustand der Straße.

Bereits 1998 hatten sich die Anwohner über die Beeinträchtigungen durch den Busverkehr beschwert - wenige Jahre nachdem der so genannte City-Bus eingeführt worden war. Der verkehrte nur in seiner Anfangszeit in Form von kleineren Bus-Typen, die aber schnell den konventionellen und schweren Linienbussen wichen. Und für die sei die Straße weder von ihrem Aufbau noch von ihrer Breite ausreichend dimensioniert. Die Busse fahren zu schnell, müssen immer wieder über Gehwege ausweichen und gefährden Fußgänger, insbesondere Kinder, klagen die Anwohner. Im übrigen werde die dortige Haltestelle nur selten von Fahrgästen frequentiert, so dass auf sie verzichtet werden könne.

Nun will die Verwaltung den Argumenten folgen, und die Streckenführung auf der City-Linie ändern. Bereits bei ihrer Einführung vor einem dutzend Jahren hatte die Aseag eine Route über die Weidenstraße vorgeschlagen, wovon die Verwaltung aber abrät, weil die Straßenverhältnisse dort noch schwieriger seien.

Alternativ wird vorgeschlagen, die werktäglich 25 sowie samstäglich 18 Fahrten der beiden Linien weiter über die Talstraße talwärts und über die Bachstraße Richtung Friedhof auf den üblichen Weg zu leiten. Damit werde der Linienweg 250 Meter länger, was zu jährlich 1600 Euro Mehrkosten führe, und das Wohngebiet werde nicht mehr zentral erschlossen. Aber bei der Einrichtung einer neuen Haltestelle an der Einmündung „Am Südhang” - Kosten 5000 Euro ohne Unterstand - wären die Entfernungen zu den Haltestellen für die Bewohner gleichmäßiger verteilt als heute. „Der längste Fußweg zur Bushaltestelle wäre 280 statt heute 450 Meter weit”, bilanziert Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt. „Der Fortfall der Haltestelle Lindenstraße wäre vertretbar”, denn lediglich der Südeingang des Friedhofs wäre nicht mehr direkt erschlossen.

Sollte aber der Busverkehr, wie von den Anliegern befürchtet, tatsächlich Verursacher der Straßenschäden sein, dann wären diese auch auf der Route Tal- und Bachstraße zu erwarten. Die geplante Sanierung der Lindenstraße, die auf eine Belastung durch Busse ausgelegt ist, steht kurz bevor.
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