Stolberg - CDU will mit neuen Fenstern und Heizungungen Energie sparen

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CDU will mit neuen Fenstern und Heizungungen Energie sparen

Von: -jül-
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„Besorgnis erregende Zustände”: Einfachverglasung aus der Erstausstattung, wie hier an der Büsbacher Grundschule. Foto: J. Lange

Stolberg. Man kann mit einem einfallsreichen, breit gestreuten Einsatz einen mehrfachen Nutzen als mit einer punktuellen Infusion, sagen sich die Christdemokraten und wollen mit ihrem Vorschlag zur Verwendung der Mittel aus dem KonjunkturpaketII mindestens zwei Fliegen mit einer Kaltsche schlagen: Mit neuen Heizungsanlagen und neuen Fenstern nachhaltig Energie sparen an 18 Einrichtungen im Stadtgebiet.

Dem Vorschlag der Verwaltung, die erste rund drei Millionen Euro schwere Portion ausschließlich in Ritzefeld-Gymnasium, Realschule Liester sowie Kindergarten Schevenhütte zu stecken, hat die CDU am Montagabend auf ihrer Fraktionssitzung eine Abfuhr erteilt. Am Dienstag entscheidet der Stadtrat darüber.

„Bund und Land stellen Stolberg viel Geld zur Verfügung, damit wir damit beginnen können, den über Jahre angewachsenen Sanierungsstau von über 90 Millionen Euro an unseren Schulen und Kindergärten möglichst effektiv abzubauen”, erklärt Jochen Emonds. „Wir müssen kontinuierlich investieren und jetzt dafür sorgen, dass möglichst alle Einrichtungen die gängigen Mindestanforderungen erfüllen”. Deshalb sei es falsch, nur drei Einrichtungen mit dem Ziel sanieren zu wollen, dort in den kommenden 30 Jahren wieder nichts mehr tun zu müssen.

Die CDU habe jetzt im direkten Kontakt die baulichen Mängel in Schulen und Kindergärten sondiert. „Was wir sahen, ist zum Teil mehr als besorgniserregend”, so Tim Grüttemeier. „Die meisten Heizungsanlagen sind völlig veraltet”, die Fenster gehörten vielfach noch zur Erstausstattung, zum Teil Einfachverglasungen aus den 50er/60er Jahren. „Hier liegt dringender Handlungsbedarf vor”, fordert der CDU-Vorsitzende einen „intelligenten Einsatz der Mittel”.

Umfangreiche Sanierungen

Um die veralteten Heizungsanlagen zu modernisieren, „müssen wir keineswegs an das Geld aus dem Konjunkturpaket II ran, erklärt Paul M. Kirch das CDU-Model. Die ließen sich effektiver durch ein so genanntes Contracting-Modell auf den neuesten Stand der Technik bringen, so der Bürgermeister-Kandidat.

Dabei übernehme ein privater Investor den Austausch der alten Anlagen, während sich die Stadt verpflichte, für einen gewissen Zeitraum Wärmeleistungen von ihm zu beziehen. Mit der Enwor- und EWV-Tochter Wärmeversorgung Würselen wäre ein potenzieller Partner in der Region zu finden, mit dem öffentliche Einrichtungen bereits gute Erfahrungen gesammelt hätten. Ergänzend will die CDU die Konjunkturmittel in die Modernisierung der veralteten Fensteranlagen und gegebenenfalls Dämmung der Einrichtungen stecken.

„Mit unserem Vorschlag können wir umfangreiche Sanierungsarbeiten an einem Großteil der Schulen und Kindergärten durchführen, wodurch wir im Umkehrschluss unseren Haushalt entlasten”, sagt Kirch. „Das Geld, das bislang im Winter sprichwörtlich verheizt wurde, können wir dann nutzen, um weiter in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt zu investieren.”

Konkrete Vorschläge der CDU-Fraktion

Bislang sieht die CDU die Möglichkeit, die folgenden Kindergärten und Schulen durch ein Contracting-Modell für Heizungsanlagen nebst Erneuerung der Fensteranlagen konkret zu fördern:

- die Kindergärten „Am Holderbusch”, „Foxiusstraße”, „St. Markus”, „St. Barbara”,

- die Grundschulen Bischofstraße, Atsch, Hermannstraße, Mausbach, Gressenich, Grüntalstraße, Breinig,

- das Ritzefeld- und Goethe-Gymnasium, die Hauptschule Kogelshäuserstraße und die Realschule Walther-Dobbelmann-Straße sowie

- das Helene-Weber-Haus und die beiden SkF-Kitasfür spanische Kinde und „Zwergenburg”.

Die CDU-Fraktion wird am Dienstag im Stadtrat die Verwaltung zudem auffordern, die Förderfähigkeit der noch verbleibenden Einrichtungen zu prüfen.
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