Stolberg - Busschleife käme teuer zu stehen

Busschleife käme teuer zu stehen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Auf den ersten Blick geht es lediglich um eine Buswendeschleife. Doch beim näheren Hinsehen versteckt sich hinter dem hehren Wunsch der Aseag jede Menge Geld, das sich Stolberg angesichts seiner Finanzlage nicht leisten kann.

Das Neubaugebiet an der Duffenterstraße würde die Aseag gerne direkter an ihr Liniennetz anbinden; die nächsten beiden Haltestellen liegen wesentlich weiter entfernt als 300 Meter - ein Abstand, den das Unternehmen für eine attraktive Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr als Grenzwert ansetzt.

Weil die Stadt im Gegensatz zu ihrer ursprünglichen Planung das Niederschlagswasser aus dem Wohngebiet abführt, wird ein Regenrückhaltebecken an der Ecke des Neubaugebietes nicht mehr benötigt. Die 1050 Quadratmeter möchte die Verwaltung als Baufläche dem Wohngebiet zuschlagen und den Bebauungsplan entsprechend ändern - eine Frage, die am Donnerstag den Ausschuss für Stadtentwicklung beschäftigen wird.

Immerhin passen zwei Häuser auf das der Stadt gehörende Grundstück. Bei einem Verkauf als Bauland kalkuliert sie mit einer Einnahme von 120.000 Euro.

Dies entspricht in etwa der Summe, den die Stadt für den Bau eines Buswendeplatzes an dieser Stelle bezahlen müsste. Hinzu kämen die Kosten für die Ausstattung einer Haltestelle von bis zu 8000 Euro. Und weil die Busse auf ihrem Weg zum Neubaugebiet zusätzliche Kilometer fahren, würde außerdem die alljährliche Umlage für den ÖPNV um bis zu 10.000 Euro steigen.

Bei aller Liebe für den Nahverkehr wäre dies ein zu teures Geschäft für das klamme Stolberg, bilanziert Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt in seiner Vorlage - zumal auch das regionale Verkehrskonzept eine Anbindung des Neubaugebietes als wirtschaftlich nicht vertretbar eingestuft habe.
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