Stolberg-Büsbach - Büsbach ist einfach lebenswert

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Büsbach ist einfach lebenswert

Von: Dirk Müller
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Georg Blatzheim, Vorsitzender der IG Büsbach, begrüßt rund 50 Interessierte zu der Informationsveranstaltung den Dorf-Wettbewerb betreffend.

Stolberg-Büsbach. Gegen Ende der Veranstaltung hat der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Büsbach es mit deutlichen Worten auf den Punkt gebracht: „Wir müssen den Schalter im Kopf umlegen und von ,man müsste‘ auf ,wir machen‘ umstellen“, sagte Georg Blatzheim.

Rund 50 Büsbacher hatten sich im Bürgerhaus an der Konrad-Adenauer-Straße versammelt, um sich über die Teilnahme des Stadtteils an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu informieren. „Wenn uns etwas an Büsbach liegt, müssen wir nicht nur Ideen entwickeln, sondern sie auch umsetzen und selbst aktiv werden. Jeder kann Eigeninitiative für den Ort zeigen“, appellierte Blatzheim an die Büsbacher und erhielt dafür Applaus.

Günter Dahmen, Koordinator der Gruppe „Büsbach hat Zukunft“ innerhalb der IG, skizzierte für die Interessierten die zweite Teilnahme des Stadtteils an dem Wettbewerb und erinnerte auch an das Jahr 2008. „Damals wurden wir von vielen belächelt und haben am Ende den zweiten Platz bei den Nordkreis-Dörfern belegt.“ Dieser Erfolg sei weniger auf die Schönheit Büsbachs, sondern vielmehr auf die sozialen und kulturellen Aktivitäten des Stadtteils mit mehr als 7000 Einwohnern zurückzuführen. Der zweite Preis war eine professionell moderierte Planungswerkstatt.

Gut zwei Dutzend Büsbacher kamen dabei 2009 in drei getrennt voneinander arbeitenden Gruppen zum selben Ergebnis, das die Aufwertung des Ortsmittelpunkts von Galmeistraße bis hinter den Markt vorsieht. Für einen detaillierten Entwurf eines Planungsbüros fehlte der Stadt Stolberg bisher das Geld. „Doch jetzt stehen 15.000 Euro in diesem und 10.000 Euro im kommenden Haushaltsjahr dafür bereit“, erklärte Dahmen, dass Büsbach bei dem Dorf-Wettbewerb mit der Planungswerkstatt der Bürger und konkreten Planung von Fachleuten die Jury überzeugen wolle.

Weitere Pluspunkte könne Büsbach auch mit der Frühjahrsputz-Aktion und der intakten Nahversorgung sammeln. Die Modifizierung der einstigen IG Büsbacher Vereine, die jetzt als IG Büsbach für alle Bürger offen ist, sei ein besonderer Vorteil bei der Teilnahme an „Unser Dorf hat Zukunft“.

Die Bereisung durch die Bewertungskommission des Wettbewerbs findet am Dienstag, 2. September, statt und soll in einem kleinen Fest mit möglichst vielen Büsbachern münden, doch das Abschneiden bei dem Wettbewerb sei zweitrangig, betonte Dahmen: „Die Ziele gehen darüber hinaus. Wir wollen dauerhaft initiativ und aktiv unser direktes Lebensumfeld für alle Generationen positiv gestalten.“ Dahmen hob hervor, dass Büsbach auch für Jugendliche attraktiver werden solle.

Corinna Vagedes berichtete von der Schaffung des neuen und bisher einzigen Kinderspielplatzes in Büsbach, der zwischen Brockenberg und Gallierweg Spielgeräte für Kinder bis fünf Jahre bietet; weitere für ältere Kinder sollen folgen.

„Es fehlen natürlich noch Spielplätze in Büsbach“, sagte Vagedes. Hinsichtlich Senioren sei Büsbach mit dem Neubau des Marienheims zwar gut aufgestellt, meinte Siegfried Pietz, verwies aber auf Klaus Kaesler. Der Stolberger Architekt stellte im Sinne eines besseren Miteinanders Konzepte für Mehrgenerationen-Wohnen vor, die in Büsbacher Neubaugebieten umgesetzt werden könnten.

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