Büsbach: Glücklicher Zufall verhindert echtes Drama

Von: Robert Flader
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Ein Fall für die Feuerwehr: I
Ein Fall für die Feuerwehr: In Büsbach mussten gestern drei Bewohner vor ausströmendem Gas in Sicherheit werden. Foto: R. Roeger

Stolberg. Ohne diesen einen glücklichen Zufall, so drückt es Herbert Benkert von der Stolberger Feuerwehr aus, hätte sich am Donnerstagmorgen in Büsbach ein beispielloses Drama abspielen können.

Als der Rettungsdienst gegen 8.15 Uhr zu einem medizinischen Notfall an die Straße Atzenach gerufen wurde, da ahnten Anwohner und Sanitäter noch nicht, welche weitaus größere Bedrohung im wahrsten Sinne in der Luft lag: Kohlendioxid strömte durch das Haus, unbemerkt von den Anwohnern.

Erst als der Rettungsdienst die Feuerwehr rief und entsprechende Messungen durchgeführt wurden, bestätigte sich die Ahnung der Einsatzkräfte. Drei Personen, darunter ein älteres Ehepaar jenseits von 90 Jahren, mussten von der Feuerwehr aus dem Haus geholt werden, unter anderem durch ein Fenster. Mit Atemwegsbeschwerden wurden sie in eine Spezialklinik nach Düsseldorf gebracht, wo eventuelle Folgeschäden festgestellt werden sollen.

Die betroffenen Anwohner hatten, sagt Benkert, der als Einsatzleiter vor Ort war, Glück im Unglück. „Wäre das nicht bemerkt worden, hätte eine starke Beeinträchtigung der Atmung die Folge sein können, dies hätte zu Atemlähmungen und damit zum Tod führen können.”

Als wahrscheinliche Ursache wird eine Verpuffung der betagten Ölheizungsanlage vermutet, ein Rohr war anscheinend nicht mehr mit dem Heizkessel verbunden, so dass das produzierte Abgas nicht über den Schornstein, sondern durch das gesamte Haus „abgeführt” wurde - was anscheinend von niemandem bemerkt wurde.

Bei älteren Heizungsanlagen sind die Rohre mehr oder weniger durch ein Stecksystem mit dem Kessel verbunden, bei neueren sind sie fest verschraubt. Aufgrund des Vorfalls in Büsbach bittet die Feuerwehr erneut darum, Heizanlagen regelmäßig zu überprüfen.
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