Bürgermeister will Kontrollsystem für Mitarbeiter weiter ausbauen

Von: -jül-
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Geld

Stolberg. Rund 426.866 Euro weniger für Personal ausgeben als ursprünglich im Haushalt geplant wird voraussichtlich die Stadt Stolberg. Das berichtet Bürgermeister Ferdi Gatzweiler dem am Dienstag tagenden Stadtrat mit seiner ersten Vorlage zu dem von ihm neu eingeführten Personalcontrolling in der Verwaltung.

Betrachtet werden dabei Aufwendungen für Besoldung, Entlohnung sowie Versorgung der Beschäftigten unter Berücksichtigung aktueller bzw. absehbarer Entwicklungen, die dann auf das unter Berücksichtigung von Ist-Ergebnissen, Planzahlen und Abweichungen auf das Jahresergebnis hochgerechnet werden. Möglich geworden ist eine solche Prognose erst durch nach der Einführung von SAP durch weiterer Personalbewirtschaftungsprogramme.

Die Entscheidung Gatzweilers, zunächst für den Bereich des Personalwesens ein Controlling einzuführen, gründet vor allem in dem Umstand, dass die Personal- und Versorgungsaufwendungen mit rund 34,43 Millionen Euro in diesem Jahr gut 25 Prozent des Haushaltes ausmachen. „Deshalb müssen wir die finanziellen Entwicklungen laufend im Blick haben, um gegebenenfalls korrigierend eingreifen zu können“, sagte Gatzweiler.

Fachkräftemangel gegensteuern

Nach aktuellem Stand werden rund 169.000 Euro bei den Beamten durch die Pensionierung von vier Mitarbeitern eingespart. Mit weiteren 267.000 Euro trägt der Bereich der tariflich Beschäftigten zur Entlastung des Haushaltes bei. Das Auslaufen befristeter Verträge, das Ausscheiden von Mitarbeitern, Elternzeit sowie die Erstattung von Mutterschaftsgeldern beeinflussen diesen Etatposten ebenso wie zusätzliche Aufwendungen aufgrund des umfangreichen Winterdienstes. Darüber hinaus werden weitere Positionen wie Beihilfen, Sozialversicherung oder Rückstellungen betrachtet.

Das Controlling möchte der Verwaltungschef als Steuerungselement einer modernen Personalentwicklung kontinuierlich weiterentwickeln. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des um sich greifenden Fachkräftemangels wird es auch für eine Kommune absehbar nicht einfacher, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen“, mahnt Gatzweiler und möchte mittelfristig in Zusammenarbeit mit Rat, Verwaltung und Personalrat eine zukunftsträchtige Bedarfsplanung für das Personal aufbauen.

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