Stolberg - Bürgermeister kontert Rücktrittsspekulationen

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Bürgermeister kontert Rücktrittsspekulationen

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Stolberg. Von wegen keine Lust: „Ich bin mit Leib und Seele Bürgermeister und werde es auch bleiben”, hält Ferdi Gatzweiler dem CDU-Vorsitzenden Tim Grüttemeier entgegen, der bei Ortsverbandsparteitagen den Rückzug des Sozialdemokraten aus der Verwaltungsspitze herbeirede und mit seinen Parteifreunden fleißig die Gerüchteküche anheize.

Doch der denke gar nicht daran, der Opposition diesen Gefallen zu tun. Und erst recht nicht wegen der Finanzlage. Denn die erfordere den ganzen Einsatz verantwortungsvoller Politiker.

„Wir haben gemeinsam in Koalition von SPD, Grünen und FDP viele Erfolge errungen und die Stadt vorangetrieben”, sagt Ferdi Gatzweiler. Und auf diesen Zug versuche die CDU nun aufzuspringen, nachdem sie zuvor mit aller Kraft versucht habe, ihn zu bremsen, und stelle sich nun sogar als Lokomotive dar.

„Das ist nicht zielführend für Stolberg”, ärgert sich der Bürgermeister. Die flächendeckende Einführung der Ganztagsgrundschule, die Gesamtschule, die noch während der Kommunalwahl verteufelt worden sei, und der Haushalt seien Beispiele dafür. Von dem vermeintlichen Sparkonzept der CDU bleibe bei näherem Hinsehen lediglich Steuererhöhungen und ein Wust „unsubstantieller Prüfanträge, die sich im Nichts auflösen”, so Gatzweiler weiter.

Vorlage zum Bürgerhaushalt

Der Versuch, mit einem Bürgerhaushalt die Bevölkerung beim Sparen einzubinden, sei allerdings neu. Denn das mache keine Kommune; bislang werde diese Art einer Beteiligung nur für Investitionen genutzt.

Gleichwohl habe er den Kämmerer gebeten, eine Vorlage für den Rat am 7.Dezember zu unterbreiten, in dem die offizielle und eine auf die Stolberger Situation angepasste Form unterbreitet würden. „Ich bin einmal gespannt”, sagt Gatzweiler mit Blick auf Tim Grüttemeier, der wohl selbst auf den Bürgermeister-Stuhl schiele. Die CDU brauche sich keine Hoffnungen zu machen, er würde frühzeitig aus dem Amt scheiden. Das könne man Gatzweiler auch nicht mit persönlichen Angriffen madig machen. „Aber vielleicht macht es mir Lust darauf, für eine dritte Amtszeit anzutreten”, sagt Ferdi Gatzweiler.
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