Stolberg-Münsterbusch - Brütender Bussard greift Jogger an

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Brütender Bussard greift Jogger an

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
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Idyllische Natur: Im Bereich des Wegs zwischen Kohlbusch und Hamm an der Nepomucenusmühle vorbei verteidigt ein brütender Bussard seinen Nachwuchs gegen Spaziergänger als vermeintliche Feinde. Foto: (eis)

Stolberg-Münsterbusch. Der Angriff kam von oben und traf den Mann unerwartet: Am Dienstagmorgen ist ein Jogger auf einem Waldpfad in Nähe der Nepomucenusmühle von einem Mäusebussard attackiert worden.

Der Greifvogel habe den Jogger mehrfach attackiert und mit den Krallen am Kopf verletzt, meldete die Polizei. Eine Woche zuvor war ein anderer Jogger an gleicher Stelle ebenfalls verletzt worden. „Der aktuelle Vorfall ist der dritte”, sagt Stolbergs Förster Theo Preckel.

„Es handelt sich wahrscheinlich um ein und den selben Mäusebussard. Wir nehmen an, dass es sich um ein Weibchen handelt, das seinen Horst verteidigt”, sagt Preckel mit Hinweis auf das Brutgeschäft, das bis in den Frühsommer dauert.

Das Grundproblem ist, so Preckel, dass der Lebensraum der Vögel immer mehr eingeschränkt wird und sich Mensch und Vogel zu nahe kommen. „Wenn die Vögel ihre Eier ausbrüten und die Jungen großziehen, reagieren sie auf Störungen sehr aggressiv.

Der Vogel fühlt sein Gehege bedroht und setzt alles daran, vermeintliche Angreifer in die Flucht zu schlagen”, erklärt Preckel. Das kann mitunter böse Folgen haben: „Der Bussard hat scharfe Krallen und einen spitzen Schnabel, damit kann er den Menschen böse verletzen”, warnt Theo Preckel.

Was also tun, wenn plötzlich ein Greifvogel auftaucht und attackiert? Die Polizei empfiehlt, dass gerade Sportler den Bereich, wo Bussard-Attacken bereits gemeldet wurden, für die Dauer der Brutzeit meiden sollten. Wer dennoch auf seinen gewohnten Waldlauf nicht verzichten will, sollte wachsam sein.

Bei einem Angriff sollte man sofort die Jacke oder den Pullover über den Kopf ziehen, um sich vor den scharfen Krallen und Schnabelhieben zu schützen. Förster Preckel hat einen weiteren Tipp auf Lager: „Am besten flüchtet man bei einem Angriff unter dichte Bäume, die es dem Vogel unmöglich machen, seine Attacken zu fliegen.” Panisch wegzurennen, soll laut der Experten nicht empfehlenswert sein: Stattdessen sei man gut beraten, ruhig, aber zielstrebig weiterzugehen, um möglichst schnell aus dem Einzugsbereich des Horstes zu gelangen.

Auch ein aufgespannter Regenschirm bietet einen Schutz vor den Angriffen aus der Luft. Nach den Vögeln schlagen sollte man hingegen nicht, zumal sie sofort von einem ablassen, sobald man die „Gefahrenzone” verlassen hat.
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