Bruderschaftstag wird zu einem Open-Air-Fest

Von: Toni Dörflinger
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Stelldichein der Majestäten: Eberhard Nußbaum (3.v.l.) legt Bezirkskönig Hans Reinart aus Eilendorf die Kette um. Darüber freuen sich (v.l.) Dieter Bergner (halb verdeckt), Gisela Reinart, Benedikt Peveling und Christina Dormann. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Eine Open-Air-Veranstaltung war der traditionelle Bruderschaftstag der Bezirksschützen. Schließlich hatte das herrliche Spätsommerwetter dafür gesorgt, dass die Abordnungen der zehn im Bezirk Stolberg vertretenen Schützenbruderschaften ihr traditionelles Fest im Freien feiern konnten.

Begonnen hatte das Programm mit einem von Pfarrer Hans-Rolf Funken zelebrierten Gottesdienst in der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt. Danach zog man zur Villa Lynen, wo die Gastgeber des Bruderschaftstages, die örtlichen St. Bernhard-Edelweiß Schützen, im Gartengelände hinter dem stattlichen Gebäude zwei große Zelte aufgebaut hatten: Die Zelte hatten die Büsbacher St. Hubertus Schützen zur Verfügung gestellt. Höhepunkt der abwechslungsreichen Veranstaltung, die musikalisch von der aus Eschweiler stammenden Formation „Spielkameraden Schwarz-Gold“ gestaltetet wurde, war die Proklamation der neuen Bezirksmajestäten.

Zuvor hatte Bezirksbrudermeister Eberhard Nußbaum die bisherige Bezirkskönigin Nathalie Contzen verabschiedet. Sie musste ihr Zeichen der Würde, die Schützenkette, an die neue Majestät Hans Reinart weitergeben. Der König entstammt den Eilendorfer St. Sebastianus-Schützen und hatte im Juli beim Schießwettbewerb der Stolberger Majestäten, der auf dem Schießstand der Karlsschützen in Eilendorf ausgetragen wurde, den Sieg errungen.

Spende zugunsten von „Erlkids“

Gemeinsam mit Reinart wurden die neue Bezirksprinz Benedikt Peveling und die neue Bezirksschülerprinzessin Christina Dormann geehrt. Sie hatten sich zwei Tage zuvor auf der Schießanlage in der Villa Lynen den vordersten Platz sichern können.

Damit auch die zahlreich anwesenden Kinder und Jugendlichen auf ihre Kosten kamen, veranstalteten die Initiatoren auf dem Schießstand ein Pokalschießen, für das die Gastgeber die Pokale gestiftet hatten (siehe Box).

Was wäre ein Bruderschaftstag ohne soziale Aspekte? Schließlich trifft man sich nicht nur der Geselligkeit wegen, sondern auch um die Verbundenheit mit den Menschen zu dokumentieren, denen es gesellschaftlich nicht so gut geht. Darum war es nur selbstverständlich, dass die Schützen den Gottesdienst auch diesmal für eine Kollekte nutzten, die ein Ergebnis von 429 Euro erbrachte. Das Geld soll, wie Eberhard Nußbaum ankündigte, dem Projekt „Erlkids“ der Arbeiterwohlfahrt Stolberg zu Gute kommen, dessen Ziel es ist, Alleinerziehende und ihre Kinder zu unterstützen und ihnen einen schönen (Ausflugs-) Tag zu ermöglichen.

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