Breiniger wollen Tempo 30 auf der Durchgangsstraße

Von: Kolja Linden
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Stolberg-Breinig. Anwohner der Breiniger Verkehrsachse Auf der Heide sind es satt: Seit Jahren fordern sie an ihrer Straße, einer Landesstraße, Maßnahmen zur Reduzierung von Tempo und Lautstärke des Durchgangsverkehrs.

Vor einem Jahr hat die Stadt innerhalb von zwei Wochen 8000 Geschwindigkeitsüberschreitungen an der Straße gemessen. Für manche Anwohner Grund genug zu sagen, dass jetzt endlich etwas passieren muss.

Zwar ist bisher noch kein schwerer und folgenreicher Unfall passiert, für viele Anwohner ist das aber nur eine Frage der Zeit. Sie verweisen vor allem auf die nahe Bushaltestelle, wo täglich zahlreiche Schulkinder ein- und aussteigen. An Wochenenden würden würden Motorradfahrer mit 100 km/h und mehr durch den Ortseingang rasen.

Der Verkehrsausschuss hat am Dienstag vergangener Woche für diesen Bereich eine Frontgeschwindigkeitsüberwachung beschlossen, was nichts anderes heißt, als einen Starenkasten zu installieren. Für die Anwohner ist das ein richtiger Schritt, dem aber weitere folgen müssen.

Langfristig wollen sie anstelle der Ampel einen Kreisverkehr an der Kreuzung mit der K14 (Zehntweg bzw. Stockemer Straße). Doch langfristig soll nicht bedeuten in 20 Jahren - und genau das befürchtet Rainer Esser, einer der Anwohner, wenn der Landesbetrieb Straßen NRW ihren Wunsch auf seiner Prioritätenliste irgendwo auf Platz 20 abwärts platziert.

Verengungen der Fahrbahn, wie sie an vielen Ortsdurchfahrten existieren, wären auch eine Möglichkeit. Und: Tempo 30. „Was in Gressenich möglich ist, muss doch auch in Breinig gehen”, sagt Artur Kaldenbach. Der Breiniger sitzt für die CDU als sachkundiger Bürger im Beschwerdeausschuss, und dorthin solle man sich ruhig noch einmal wenden, sagt er.

Darüber hinaus hat ein Ingenieurbüro den Verkehrslärm gemessen. Ergebnis: Die Lautstärke liegt mit 74 Dezibel deutlich über dem zulässigen Wert der Verkehrslärmschutzverordnung NRW von 59 Dezibel am Tag und 49 Dezibel in der Nacht.
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