Breiniger Berg: Tempo 30 zum Schutz der Kinder gefordert

Von: ds
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Lotst Anwohner, Eltern und SPD-Mitglieder sicher über die L12: Verkehrshelfer Hans Bolte führt die ehrenamtliche Arbeit seit fünf Jahren aus und hat schon viele Autos zu schnell fahren sehen. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg-Breinig. Ein Jahr ist es mittlerweile her, und glücklicherweise ist auch nichts Schlimmes passiert. Und doch: Hans Bolte wird immer noch blass, wenn er zurückblickt und sich an die Szene erinnert. Der Verkehrshelfer wollte seinerzeit einem Erstklässler beim Überqueren der Straße Breiniger Berg helfen, als ein Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit – die Schilder an der L12 weisen 50 aus – angebraust kam.

„Das Kind wäre beinahe auf der Motorhaube des BMW gelandet“, sagt Bolte. Seit fast fünf Jahren lotst er vor allem Kinder sicher über die Straße, und in dieser Zeit hat Hans Bolte aufgehört zu zählen, denn „hier rasen die Autos bergab wie bergauf“. Und seitdem die Kontaktschleife für den Starenkasten vor Ort vor etwa eineinhalb Jahren entfernt worden ist, sei es noch schlimmer.

Das können auch betroffene Anwohner wie Eltern bestätigen, die sich jetzt die Stelle gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Nord-Süd angeschaut haben. Die Genossen beantragen deshalb, auf der L12 (Breiniger Berg) in Höhe der Kindertagesstätte eine zeitlich begrenzte Tempo-30-Geschwindigkeitsbegrenzung einzurichten.

Durch den Umzug der Kita von der Straße Am Tomborn in das ehemalige Schulgebäude Breinigerberg, das direkt an der Straße liegt, ergebe sich insbesondere für die Kinder in diesem Bereich eine erhöhte Verkehrsgefährdung. „Seit der Verlegung des Kindergartens ist das schon bestehende Problem noch brisanter geworden“, weiß Willi Classen.

Die durch parkende Fahrzeuge, Schwerlastverkehr und vor der Kita zeitweise haltende Busse ohnehin angespannte Verkehrssituation „kann durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometern merklich entschärft werden“, betont Ratsmitglied Arndt Kohn. Und der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Patrick Haas, fügt hinzu: „Da die gefährliche Situation hauptsächlich während der Öffnungszeiten der Kita besteht, kann eine Geschwindigkeitsbeschränkung unserer Meinung nach auf die Zeit von 7 bis 17 Uhr beschränkt werden.“

Ob das geforderte Tempo 30 dann tatsächlich eingehalten werde, sei natürlich fraglich, weshalb Kontrollen hier unerlässlich seien, so der Tenor der Betroffenen. Vielleicht könne auch der Starenkasten wieder aktiviert werden. Anwohner und Eltern sehen hier aber nicht nur eine Gefährdung der Kinder, sondern auch älterer Menschen, die es kaum schaffen, die Straße zu überqueren. Und Geschäftsleute betonen, dass ihre Kunden an der Straße kaum zu parken wagen, da es schon zahlreiche Auffahrunfälle gegeben habe.

Morgens und nachmittags hilft Schulweghelfer Hans Bolte den Kindern dabei, sicher über die Straße zu kommen. Doch trotz Warnweste und Kelle habe es schon des Öfteren gefährliche Situationen für ihn und die Kinder gegeben.

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