Bossa-Nova-Trio verbreitet südamerikanisches Temperament

Von: Dirk Müller
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Gleyson Ventura, Alex Xandó und Jonivon Freitas (v. l.) glänzen als Bossa-Nova-Trio „Nossa Levada” mit Virtuosität, Eleganz und Temperament bei dem Abokonzert im Rittersaal der Burg.

Stolberg. Einen Abend voller Gefühle und klanglicher Eleganz erlebten die Besucher im Rittersaal der Burg, als das Bossa-Nova-Trio „Nossa Levada” zum Abokonzert aufspielte.

Sänger Alex Xandó und Pianist/Keyboarder Gleyson Ventura, den Kupferstädter Musikfreunden bereits durch die Eröffnung von „Stolberg goes Brasil” bekannt, wurden von Jonivon Freitas glänzend an der Gitarre unterstützt, und das Trio begeisterte das Publikum vom ersten Stück an. Im ersten Teil des Konzerts kamen Liebhaber der leiseren Töne auf ihre Kosten: Das südamerikanische Temperament der Musiker aus Salvador de Bahia drückte sich durch Spielfreude und emotionalen Gesang aus.

Exquisite Arrangements

Lieder wie „Tarde em Itapoã” (Musik: Toquinho, Text: Vinícius de Moraes), „Aquarela do Brasil” von Ary Barroso und natürlich „Garota de Ipanema” (Antônio Carlos Jobim, de Moraes) intonierte das Trio einfühlsam und sanft, verwob im besten Bossa-Nova-Stil des Brasiliens der 50er und 60er Jahre den eher langsamen „Samba Canção” mit Elementen des konzertanten „Cool Jazz”.

Während Ventura statt seines mitgebrachten Keyboards hauptsächlich den im Rittersaal befindlichen Flügel nutzte, um die Zuhörer mit fantastischen Soli zu erfreuen, beeindruckte Xandó mit seiner Stimme und einer Darbietung voller Leidenschaft. Seine Mimik und Körpersprache war gelebter Bossa Nova, Xandó war quasi permanent in Tanzbewegung. Zu Stücken wie „Chega de Saudade” (Jobim, de Moraes), das als erster Bossa-Nova-Song gilt, griff der Sänger zum Tamburin, verlieh so den Arrangements mehr Rhythmus und kündigte damit die zweite Hälfte des stimmungsvollen Abends an, in der die Musik energiegeladener wurde. Freitas lief an der Gitarre zur Höchstform auf und begeisterte mit seinen Soli, das Publikum erlag vollends dem Sambafieber. Das Bossa-Nova-Trio „Nossa Levada” brillierte mit Klassikern wie „Mas que nada”, das durch Sergio Mendes zu Weltruhm gelangte.

Ebenfalls von den Gästen des Abokonzerts bejubelt wurden die jüngeren Kompositionen das brasilianischen Sängers und Gitarristen Djavan. „Oceano”, „Flor de Lis”, „Acai”, „Lambada de Serpente” und weitere Titel erfreuten das Publikum dermaßen, dass es die Musiker schier nicht mehr von der Bühne lassen wollte. Den Wünschen nach Zugaben kam das Trio bereitwillig nach, und aus den geplanten 90 Minuten Konzertdauer wurden am Ende mehr als 110.

Nächstes Abokonzert bringt Jazz in die Burg

Das nächste Abokonzert im Rittersaal der Burg bestreitet das Soul- und Jazz-Trio Maira Malischewski am Sonntag, 4. November, um 19 Uhr. Karten sind bei der Stolberg-Touristik, Zweifaller Straße 5, erhältlich, 9990081.
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