Böse Überraschung bei der Sanierung

Von: Michael Grobusch
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Während im Außenbereich die Arbeiten voranschreiten, wird erst in zwei Wochen entschieden, wie es mit der Sanierung der Räume im Erdgeschoss der Kogelshäuserschule weitergeht. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die beiden Fälle ähneln sich, und dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied: „Wir haben es nicht mit einem statischen Problem zu tun. Hier geht es vielmehr in erster Linie um den Brandschutz”, betont Fachbereichsleiter Josef Braun. Was das in der Praxis für Auswirkungen haben wird, ist derzeit noch offen.

Für den Augenblick gilt lediglich festzustellen: Wie in der Grundschule Büsbach gibt es auch in der Hauptschule Kogelshäuserstraße Mängel in der Deckenkonstruktion. Aufgefallen sind diese jetzt bei den Arbeiten im Erdgeschoss des Altbestandes, die im Zuge des Um- und Ausbaus der Schule seit Monaten laufen.

„Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Bewehrungen nicht ganz von Beton umhüllt sind”, geht der Fachbereichsleiter im Gespräch mit unserer Zeitung ins Detail. Die Statik werde davon nicht beeinträchtigt, wohl aber könnten die Stahlträger bei großer Hitze, wie sie bei einem Feuer entsteht, ihre Tragfähigkeit verlieren. Und dann würde schlimmstenfalls die Decke einstürzen.

Zwei Möglichkeiten

Die Lage ist ausgemacht, wie die Stadt darauf reagieren wird, bleibt abzuwarten. In zwei Wochen wird ein Sachverständiger die Schäden unter die Lupe nehmen. Erst danach soll über weitere Schritte entschieden werden. Grundsätzlich kommen zwei Möglichkeiten in Betracht: Entweder kann der Brandschutz durch spezielle Abhängdecken sichergestellt werden, was die erheblich kostengünstigere und schnellere Lösung darstellen würde. Oder aber die vorhandenen Hohlräume müssen - wie in Büsbach - mit Spritzbeton gefüllt werden. In diesem Fall dürften auf die Stadt erhebliche Kosten und auf die Schule größere Verzögerungen im Bauplan zukommen.

Noch eine weitere Frage muss im Gespräch zwischen städtischem Hochbauamt und Sachverständigem beantwortet werden: Beschränken sich die Mängel auf die bislang untersuchten drei Klassenräume? Oder müssen letztlich sogar im gesamten Altbestand die Decken saniert werden?

Die Antworten sind für die Sicherheit der Schüler und Lehrer, aber auch für die weiteren Planungen von wesentlicher Bedeutung. Im Erdgeschoss sollen die Mensa und Aufenthaltsräume für den erweiterten Ganztagsbetrieb geschaffen werden.

Schulleiter Jörg Klein bleibt aber dennoch gelassen: „Hier wird so viel Gutes geschaffen, dass wir notfalls auch mit einer Verzögerung leben werden können.”
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