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„Blauer Bund“: Nato muss sich neu ausrichten

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Generalmajor Dieter Warnecke, „Blauer Bund“-Präsident, bei seiner Eröffnungsansprache in der Donnerbergkaserne. Foto: Jüttemeyer

Stolberg. Knapp 300 Logistiker und Wehrtechniker von Heer, Marine und Luftwaffe, darunter zahlreiche zivile Rüstungsfachleute, durfte Generalmajor Dieter Warnecke, Präsident von „Blauer Bund e.V.“, zur Mitglieder- und Informationsveranstaltung in der Donnerbergkaserne begrüßen.

„Blauer Bund“ ist vorrangig eine Gemeinschaft von Soldaten aus allen Bereichen der Bundeswehr sowie anderen Personen, die sich für Logistik, Rüstung und Nutzung von Wehrmaterial in der Bundeswehr interessieren. Sie will ein Forum und eine neutrale Plattform des Dialogs und der Zusammenarbeit sein, die sich mit Themen der Technik und Betriebswirtschaft sowie Materialerhaltung, Materialbewirtschaftung, Verkehr, Transport und logistischen Sonderaufgaben befassen. Dem Verband gehören Logistiker, Techniker, Rüstungsfachleute, zivile Interessenten sowie zahlreiche Firmen an.

Während der zweitägigen Veranstaltung informierten hochrangige Referenten von Nato, Bundesministerium der Verteidigung und militärischen Führungsstäben in zwölf Einzelvorträgen über aktuelle Fragen zu Versorgung und Ausrüstung der Streitkräfte und trugen zur sicherheitspolitischen Lage vor.

Die in der jüngsten Zeit bekannt gewordenen Mängel in der technischen Einsatzbereitschaft von bestimmten Waffensystemen sowie die Verzögerungen bei Beschaffungen im Rüstungsbereich lieferten reichlich Stoff für gezielte Fragen und lebhafte Debatten.

Eröffnet wurde die Vortragsreihe vom Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Nielson. Kern seines Vortrags war, wie sich sein Organisationsbereich angesichts knapper Mittel und schwieriger Personallage den Herausforderungen der zahlreichen Einsätze der Bundeswehr stellt. Die Abschaffung mehrerer Ebenen der Hierarchie ist dabei nur eine von vielen Maßnahmen.

Aktueller Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Generalmajor Blotz vom Nato-Hauptquartier Brüssel. Er informierte aus erster Hand über die gegenwärtigen politischen und militärischen Aktivitäten angesichts des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine. Seiner Ansicht nach wird dieser Konflikt zu einer deutlichen Neuausrichtung der Nato führen. Darüber wurde kritisch und sachkundig diskutiert.

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