Big Bandits ziehen Stolberg die Schuhe aus

Von: Jürgen Lange
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Da singen selbst die Pferdchen schon mit: Mit dem Roger-Cicero-Programm im April und französischem Sound im Mai freuen sich Kulturmanager Max Krieger und die „Bandits” Werner Hüsgen und Peter Radmacher (v.r.) schon auf die großen Auftritte in der Kufperstadt. Foto: J. Lange

Stolberg. An diesem Abend werden es nicht zwangsläufig die besungenen „Frauen sein, die die Welt regieren”. Den „Müll raus bringen” oder „Schuhe ausziehen” muss man auch nicht unbedingt. Aber was die „Big Bandits” im Zinkhütter Hof präsentieren, wird dem Publikum schon „die Schuhe ausziehen”.

Vor Begeisterung natürlich. Denn das Jazz-Orchester bringt in großer Besetzung jede Menge Roger Cicero in die einmalige Atmosphäre des Museums. Das präsentiert sich am Freitag, 23.April, einmal mehr als ein Hort des Jazz-Genusses in der Kupferstadt.

Kulturmanager Max Krieger hat die Museums-Pforten aufgestoßen für die regionale Tournee der Big Bandits, die auch noch einmal bei „Stolberg goes France” Ende Mai im Rittersaal zu hören sein werden. Dann aber mit einem gänzlich französischen Programm. Und das wird sich gehörig von dem unterscheiden, was in sechs Wochen im Zinkhütter Hof zu erleben sein wird.

Denn das setzt ganz und gar auf die Erfolgsgeschichte des deutschsprachigen Songs. Roger Cicero, der Mann mit dem Hut, ist die hiesige Antwort auf Frank Sinatra, Robbie Williams und Michael Blunt. Und seine Songs sind längst Ohrwürmer, die der Berliner Texter Frank Ramond dem deutschen Star auf den Leib geschrieben hat.

Heute Premiere im Talbahnhof

In der Kupferstadt werden die selbstkritischen Geschichten über Beziehungen und die Geschlechterrolle interpretiert vom jungen Ausnahme-Sänger Max Weise, der brillant den hohen Ton trifft. „Das Publikum erwartet nicht nur reine Kopien”, verspricht Band-Leader Werner Hüsgen, der die Songs auch neu arrangiert hat für seine 18-köpfige Truppe. „Es ist eine spannende Sache”, verrät der Profi.

Da trifft Big-Band-Sound aus den 60er und 70er Jahren auf deutsche Texte und es bleibt jede Menge Raum für Improvisation und urtümliche Jazz-Elemente. Da sind neben dem bewährten Big-Bandits-Ensemble - eine bewährte Mischung aus talentierter Jugend und altbewährten Routiniers - natürlich die renommierten Solisten (siehe Leiste) gefordert.

„Aber keine Angst vor Hardcore-Jazz, es wird richtig Spaß machen”, gibt Hüsgen schon eimal den Ton für die Kupferstadt vor. Die hat seiner Band zuletzt vor drei Jahren zugejubelt, als Jimi Hendrix´ Klassiker im Zinkhütter Hof auf den populären Jazz-Sound trafen. Der fand bei den Big Bandits übrigens seine Anfänge in den 70er Jahren, und 1994 zählten sie zu den ersten großen Ensembles der noch jung von Max Krieger ins Leben gerufenen Eschweiler Jazztage, die heute als EMF weiterleben. Der Stolberger Gig ist denn auch ein kleines Heimspiel für die EWV, die der Nachwuchsarbeit der von Alsdorf aus operierenden Truppe einen professionellen Rahmen für das Projekt verleiht.

„Da ist richtig Strom drin”, schmunzelt EWV-Sprecherin Michaela Humphries vielsagend. Denn im Zinkhütter Hof ist Party-Stimmung angesagt, die wird einem die Schuhe ausziehen - und einen Vorgeschmack geben auf den francophonen „Stolberg goes France”-Sound.

Und wer schon einmal eine kleine Kostprobe vor dem großen Auftritt im Zinkhütter Hof haben möchte, kann heute Abend bereits im Eschweiler Talbahnhof reinschnuppern, wo die Big Bandits die Premiere ihres Cicero-Projektes feiern.

Jazz, Malerei und Köstlichkeiten im Museum

Wer die Premiere heute im Kulturzentrum Talbahnhof verpasst, kann „Big Bandits” erleben am 16. April im Club „Franz” in Aachen (20 Uhr), am 23. April im Zinkhütter Hof in Stolberg (20 Uhr), am 9. Mai bei der Jazz-Matinee in Kornelimünster (11 Uhr), am 13. Juni bei „Jazz im Park” in Alsdorf (11 Uhr) und im Jülicher Jazz-Club am 16.Juli (20 Uhr). Alle weiteren Infos findet man im Internet unter www.bigbandits-jazz.de.

Im Zinkhütter Hof kann neben dem „Big-Bandits”-Konzert auch die zeitgleich laufende Kunstausstellung „Hokkaido, Scampi und andere Delikatessen” von Stefanie Linde in Kombination mit Köstlichkeiten von Stefan Carol unter dem Motto „Taste & Beauty nach ,Art´ des Bistros” genossen werden. Die Vernissage ist am Sonntag, 21.März, um 11.30 Uhr. Die Ausstellung ist dort bis zum 11. Juli zu sehen.

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