Stolberg - Bewerbungen für Burg-Gastronomie nur mit ganzheitlichen Konzept

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Bewerbungen für Burg-Gastronomie nur mit ganzheitlichen Konzept

Von: -jül-
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Auch Tourismus im Blick: Ab sofort kann man sich mit aussagekräftigen Konzepten für die Gastronomie der Burg bewerben. Foto: J. Lange

Stolberg. Während Noch-Burggastronomin Monika Lück gegenüber unserer Zeitung die Richtigkeit ihrer Darstellung rund um die Frage von Parkausweisen beteuert, ihr keine Dissonanzen über den Dienstleistungsvertrag für die Burg bekannt seien und juristische Schritte gegen die Darstellungen von Bürgermeister Tim Grüttemeier ankündigte, beschloss der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung ohne Diskussionen die Verpachtung der Burggastronomie ab 1. Januar 2019 auszuschreiben.

Lücks City Hotel GbR hatte den seit 2011 bestehenden Vertrag fristgerecht zum Jahresende gekündigt, nachdem es in der Parkplatzfrage zwischen ihr und der Stadt zu keinem Einvernehmen gekommen war. Zu Silvester endet ebenfalls der Dienstleistungsvertrag für die Burg zwischen der City Hotel GbR und der Stadt. Am Mittwoch wurde die Ausschreibung der Gastronomie auf der städtischen Internetseite bereits inklusive des touristischen Burgkonzeptes veröffentlicht.

Denn von dem neuen Pächter der Restauration und Außengastronomie wird „ein aussagekräftiges Nutzungskonzept“ erwartet, „das die Burg über die rein gastronomische Nutzung hinaus als Gesamtobjekt betrachtet und geeignet ist, die touristischen Aktivitäten der Stadt rund um Burg und Altstadt zu unterstützen und zu ergänzen“. Neben dem konzeptionellen Ansatz sind Referenzen und Businessplan vorzulegen, und Aussagen zu dem Entwurf des Pachtvertrages zu treffen.

Der Entwurf besteht aus den bislang geltenden Vereinbarungen. Demnach erwartet die Stadt eine monatliche Pacht von rund 1200 Euro plus Nebenkosten. Darüber hinaus könne der Pächter in den Dienstleistungsvertrag einsteigen. Dieser ist mit einer jährlichen Auszahlung von 60.000 Euro im Haushalt angesetzt. Alternativ werde die Stadt die Aufgaben mit eigenem Personal leisten, was etwa 1,5 Hausmeisterstellen entspreche.

Die Bewerbungsunterlagen werden bis zum 1. August erbeten. Die Bewerbungen werden dann im Rathaus durch ein Auswahlgremium mit führenden Vertretern aller Fraktionen sowie Fachleuten der Verwaltung gesichtet und bewertet. Die besten maximal drei Bewerber dürfen sich persönlich und ihre Konzepte dem Stadtrat am 11. September präsentieren; in dieser Sitzung soll dann auch die Entscheidung über die Neuverpachtung getroffen werden. Nach dem gleichen Modell war beispielsweise Anfang 2015 die Agentur für die städtische Imagekampagne ausgewählt worden.

Ansprechpartner bei der Stadt sind als Amtsleiter für Stadtentwicklung Andreas Pickhardt und Doris Emonts als Leiterin der Liegenschaftsabteilung.

 

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