Stolberg - Betreuung aus Polen für chronisch Kranke in Stolberg

Betreuung aus Polen für chronisch Kranke in Stolberg

Von: dö
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Chronische Krankheiten, Behinderungen oder schwerwiegende Alterserscheinungen zwingen viele Menschen dazu, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft bleibt nur noch der vorzeitige Umzug ins Altersheim oder wenn möglich, die Pflege Angehörigen zu übertragen.

Aber es gibt Alternativen. Unter anderem einen Betreuungsdienst, der rund um die Uhr zur Verfügung steht und die Wohnung der älteren oder kranken Menschen dazu nutzt, um seine Aktivitäten wirkungsvoll anbieten und durchführen zu können. Dieses Betreuungsangebot wurde jetzt von den Sozialpädagogen Gabriele Weinz und Johann Leonbacher vom Sozialdienst katholischer Männer (SKM) bzw. Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) vorgestellt, die als Referenten den Würselener Pflegemanager Gottfried Wiechert eingeladen hatten.

Wiechert nutzte sein Referat um die Zuhörer der Informationsveranstaltung im Münsterbuscher Pfarrheim an der Herz-Jesu-Kirche mit einem polnisches Unternehmen vertraut zu machen, das eine 24-Stunden-Betreuung in der Patientenwohnung durchführt: Eine in Warschau ansässige Organisation, deren Handlungsweise laut Wiechert legal ist, die die gesetzlichen Bestimmungen einhält, den Mitarbeitern einen Versicherungsschutz zukommen lässt und ihre Betreuungskräfte im Vorfeld schult. Wie Wiechert erläuterte wohnen die Betreuungskräfte während ihrer Tätigkeit in der Wohnung der Patienten - sie haben dort ein eigenes Zimmer - und stehen auch außerhalb ihrer acht- oder zehnstündigen Arbeitszeit für Dienstleistungen zur Verfügung.

Diese Dienstleistungen können beispielsweise aus dem Vorbereiten und Servieren von Mahlzeiten sowie Hilfen bestehen, die erforderlich sind bei Essen, Körperpflege und Bekleiden zu gewährleisten. Außerdem können Arzt- und Behördenbesuche begleitet sowie Tagesabläufe geeinsam geplant und durchgeführt werden. Weiterhin wird die regelmäßige Einnahme von Medikamenten durch die Betreuungskräfte sicher gestellt und überwacht.

Auch wenn examinierte Krankenschwestern zum Betreuungsangebot der polnischen Firma gehören, wird laut Wiechert dadurch nicht die Inanspruchnahme einer medizinischen Versorgung durch extra dafür ausgebildetes Fachpersonal ersetzt. Einziger Wermutstropfen, die Dienstleistungen der Betreuerfirma kosten sehr viel Geld: Summen im unteren vierstelligen Bereich, die an sich nur von „betuchten” Patienten gestemmt werden können.

Diese Kostenbeteiligung und der Unterschied zwischen den Dienstleistungen des osteuropäischen Unternehmens und der Tätigkeit einer examinierten Krankenschwester, führte unter den rund 20 Besuchern zu einer regen und ausgiebigen Diskussion.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert