Stolberg - Bethlehem-Krankenhaus wird in eine GmbH überführt

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Bethlehem-Krankenhaus wird in eine GmbH überführt

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. „Das Gesundheitswesen ist einem ständigen Wandel unterworfen, und wir wollen uns rechtzeitig aufstellen für die Zukunft”: Hans Mülders kann viele Gründe aufzählen, warum das Bethlehem-Krankenhaus auf neue rechtliche Fundemente gestellt werden soll.

Am treffendsten für den Vorsitzenden des Kuratoriums ist jedoch, dass die heutige Form eines „unselbstständigen Sondervermögen seiner Pfarrgemeinde” jedenfalls nicht mehr den Anforderungen unserer schnelllebigen Zeit entspricht.

„Wir haben der Pfarrgemeinde vorgeschlagen, das Krankenhaus in eine eigenständige Rechtsform zu überführen”, bestätigt Mülders. Als „Bethlehem Gesundheitszentrum gemeinnützige GmbH” soll das einstige „Spital” professionell auf die ständig neuen wirtschaftlichen Herausforderungen reagieren können - schneller und präziser als bislang. „Die neue juristische Form wird jedoch nichts an der katholischen Ausrichtung der Einrichtung ändern, und auch für die Patienten und Mitarbeiter des Hauses ändert sich nichts”, betont Mülders. Beibehalten wird ebenso der Caritas-Tarifvertrag AVR, und auch sonst ändere sich für die Beschäftigten nichts, weil es sich lediglich um einen Betriebsübergang handele.

Geplant ist die rechtliche Überführung dieses Sondervermögens der Pfarrgemeinde St. Lucia in eine Stiftung. Diese soll dann zu 100 Prozent Gesellschafterin der gGmbH sein. Die Rolle des Kuratoriums wird zukünftig ein durch den Kirchenvorstand berufener Aufsichtsrat übernehmen, und die laufenden Geschäfte wiederum durch eine von ihm bestellte Geschäftsführung wahrgenommen werden.

„Thomas Schellhoff wird dann nicht mehr als Verwaltungsdirektor, sondern als Geschäftsführer firmieren”, verdeutlicht Mülders die Kontinuität in der Praxis. „Wir hoffen, die Umwandlung bis zum Ende des Jahres umsetzen zu können”, unterstreicht der Vorsitzende des Kuratoriums, dass die entscheidenden Beschlüsse in den Gremien der Pfarrgemeinde sowie die Verhandlungen mit den Partnern bei Krankenkassen, Bistum und Ministerien müssen noch zum Abschluss gebracht werden müssen.

„Es ist kein Geheimnis, dass auch das Bistum diese professionelle Geschäftsform kirchlicher Einrichtungen begrüßt”, sagt Mülders. Pfarrgemeinden sollten entlastet werden von immer komplexer werdenden wirtschaftlichen Entscheidungen, gleichwohl aber weiterhin ihre katholische Ausrichtung prägen können. Daher ist das Stiftungsmodell erste Wahl.

Die heutige Rechtsform erschwere aufgrund langer Entscheidungswege das flexible Handeln für das „bestens ausgelastete Krankenhaus mit hoch motivierten und professionellen Mitarbeitern”. Um auch weiterhin eine optimale Betreuung für die Patienten zu ermöglichen, soll es nun auch wirtschaftlich zukunftsfähig und optimiert platziert werden.
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