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Besuch aus Berlin: Realschüler empfangen Helmut Brand

Von: Luisa Houben
Letzte Aktualisierung:
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Die Schüler der Klasse 9 c an der Realschule I erfuhren viel Wissenswertes über Europa und Politik im Gespräch mit ihrem Gast Helmut Brandt (r.). Foto: L. Houben

Stolberg. Was Europa für ihn selbst bedeutet und welche Erfahrungen er mit der Europäischen Union gesammelt hat, darüber spricht Helmut Brandt bei seinem Besuch in der Realschule I am Europatag mit den Schülern der 9 c.

Die 23 Mädchen und Jungen haben sich mit Klassenlehrerin Sabine Esser im Politikunterricht auf ihren Gast vorbereitet. Nun haben sie die Gelegenheit, den Politiker persönlich kennenzulernen, mehr über den Werdegang und die Sichtweise des Bundestagsabgeordneten auf die EU zu erfahren. Jeder von ihnen ist einer der rund 500 Millionen EU-Bürger aus 27 Staaten, die ohne Reisepass innerhalb der Schengen-Zone reisen dürfen und diesen Vorteil oft gar nicht bemerken. „Nur wenn man nach Großbritannien reist, wird der Ausweis verlangt,“ weiß einer der Neuntklässler.

Doch auch schwierige Themen spricht Helmut Brandt an. Die Flüchtlingsprobleme im Mittelmeerraum beispielsweise stoßen auf großes Interesse. Woher kommen die Frauen und Männer, warum verlassen sie ihre Heimat und was passiert mit ihnen, wenn sie an der Küste im Süden Europas stranden? Diese und weitere wichtige Fragen kann Brandt spontan mit Hilfe einer Landkarte beantworten.

2007 führte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Projekttag während ihrer EU-Ratspräsidentschaft ein, um das Interesse der Schülerinnen und Schüler am europäischen Projekt zu wecken und das Verständnis für die Funktionsweise der Europäischen Union zu fördern. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt ist einer der Politiker, die mit jungen Menschen ins Gespräch kommen wollen und Schulen besuchen.

Mehr Macht für das Parlament

„Auch wenn es kompliziert ist zu erklären, werde ich es versuchen,“ sagt Brandt: Er erläutert die Schwierigkeiten einer gemeinsamen Währung, wenn die Wettbewerbsfähigkeit nicht in allen 17 beteiligten Ländern gleich stark ist. Ihm ist vor allem wichtig, dass das „große Ganze“ betrachtet wird, wenn es darum geht, sogenannte Pleite-Staaten wie Griechenland zu retten. Auch die politischen Dimensionen der Europäischen Union erläutert Helmut Brandt, erklärt die Unterschiede zwischen dem Europäische Parlament, der Kommission und dem Rat. „Der Präsident des Parlaments, Martin Schulz, kommt zwar aus der SPD, doch stimme ich ihm zu, dass die Institution mehr Macht braucht, um wirksamere Politik zu machen“, sagt der Alsdorfer. Schließlich solle den Menschen das Gefühl vermittelt werden, dass Wahlen etwas bewirken.

Bevor sich die Klasse am Ende mit viel Applaus von ihrem Gast verabschiedet, wollen die Neuntklässler wissen, warum Helmut Brandt Politiker geworden ist. Er erzählt, wie er sich bereits als Student in Bonn für die Entstehung und Wirkung von Gesetzen interessiert und bei ihm vor allem die Politik auf Bundesebene Faszination ausgelöst habe. „Wenn ihr mal in Berlin seid, müsst ihr euch unbedingt das Reichstagsgebäude ansehen,“ empfiehlt Brandt der Klasse: „Ich finde das wichtig. Denn dies ist der Ort, an dem Demokratie stattfindet.“

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