Bernhard Blaszczyk freut sich auf die Stadtparty

Von: Dirk Müller
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Sascha Nerlich und Bernhard Blaszczyk sind sehr zuversichtlich, dass die Stadtparty auch auf der Mühle ein großer Erfolg sein wird. Foto: D. Müller

Stolberg. Im Rahmen der Stolberger Stadtparty gibt es in diesem Jahr im Bereich Mühle mehr Aktionen denn je. Das vielfältige Angebot organisiert hat die Veranstaltergemeinschaft aus Bernhard Blaszczyk und Sascha Nerlich. Mit Blaszczyk hat sich Dirk Müller über die Entwicklung und das Programm „auf der Mühle“ unterhalten.

Sie waren schon bei der letzten Stadtparty aktiv. Was war Ihre Motivation?

Blaszczyk: Nachdem die Stadtparty in den Vorjahren immer schon am Bastinsweiher endete, wollten Sascha Nerlich und ich den Versuch starten, die Mühle mit einzubeziehen, damit wir unseren Stadtteil präsentieren können, und es tatsächlich eine Party in der ganzen Stadt ist. Ziel ist es nach wie vor, den auswärtigen Gästen wie den Stolbergern zu demonstrieren: Schaut, was Stolberg zu bieten hat, was wir hier gemeinsam auf die Beine stellen können.

Welche Erfahrungen konnten Sie sammeln?

Blaszczyk: Es war wie im Sprichwort „aller Anfang ist schwer“. Beim ersten Treffen, zu dem wir alle Geschäftsleute der Mühle eingeladen haben, kam genau einer. Doch wir haben halt nicht lockergelassen, und am Ende haben 14 Geschäfte mitgemacht und nicht nur am Sonntag, sondern auch schon am Samstagnachmittag geöffnet und sich draußen mit Ständen präsentiert. Nach der anfänglichen Skepsis war das für uns ein wichtiger Teilerfolg, und wir konnten die Mühle schon bei der letzten Stadtparty beleben.

Und was hat Ihre Veranstaltergemeinschaft beigetragen?

Blaszczyk: In erster Linie die große Kinder-Party-Meile mit vielen Attraktionen, aber es gab auch eine Showbühne, auf der Carlos Livemusik gemacht hat, und einen Getränkewagen. Obwohl alles noch ein wenig improvisiert war, hat es prima geklappt und ist bei den Besuchern der Stadtparty gut angekommen. Alles in allem hat der erste Versuch Sascha Nerlich und mich ermutigt, weiterzumachen.

Wie beteiligen sich die Geschäftsleute der Mühle in diesem Jahr an der Stadtparty?

Blaszczyk: Ganz großartig. Mit nur einer einzigen Ausnahme öffnen diesmal alle ihre Läden am Samstag- und Sonntagnachmittag, steuern Aktionen, viele verschiedene Köstlichkeiten für die Feinschmecker, Präsentationsstände oder einen DJ und Musik zur Stadtparty bei. Besonders bemerkenswert ist, dass sie alle keine Standgebühren pro Meter, sondern freiwillig eine höhere Pauschale zahlen, um die Kinder-Party-Meile zu unterstützen. Diese Pauschale entrichten sogar Geschäfte, die gar keinen Stand draußen aufbauen und „nur“ an beiden Nachmittagen geöffnet haben. Das Engagement der Gewerbetreibenden auf der Mühle ist wirklich beispielhaft, und wir möchten uns herzlich dafür bedanken.

Was erwartet die kleinen Besucher am Samstag und Sonntag auf der Kinder-Party-Meile?

Blaszczyk: Top-Attraktionen sind sicherlich das „Waterzorbing“, bei dem die Kinder in riesigen Kunststoffbällen über das Wasser eines großen Pools laufen können, und die 25 mal 15 Meter große Kinder-Quad-Bahn auf dem Mühlener Markt. Da können die Kleinen echte motorisierte Quads fahren. Wie im letzten Jahr gibt es auch wieder das beliebte und spektakuläre Getränkekistenstapeln für Kinder kostenlos. Auch die Teilnahme an den Bobbycar-Rennen ist kostenfrei. Zum Angebot zählen natürlich auch Klassiker wie eine Kindereisenbahn, Dosenwerfen, Entenangeln und noch vieles mehr. Die Polizei stellt auch wieder ihre Oldtimer zur Verfügung, mit denen kleine und große Besucher der Party sich fotografieren lassen können. Im Festzelt auf der Frankentalwiese können die Kinder außerdem am Samstag von 15 bis 17 Uhr kostenlos bei einer Mini-Playback-Show mitmachen.

Was bietet das Festzelt den Erwachsenen?

Blaszczyk: Grundsätzlich etwas ganz anderes als das Programm auf dem Kaiserplatz, denn wir wollen innerhalb der gemeinsamen Stadtparty nicht für Konkurrenz sorgen, sondern das Angebot ergänzen. Am Samstagabend findet ab 19 Uhr die große Mallorca-Party mit Willi Herren und „Pat“ statt. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr das Oktoberfest mit freiem Eintritt. Bürgermeister Ferdi Gatzweiler wird um 11 Uhr den Fass-Anstich vornehmen, Aktionen wie Wettmelken, Bierkrug-Stemmen und ein Sägewettbewerb folgen. Es gibt zünftige Livemusik und einen lauschigen Biergarten unter den Bäumen auf der Frankentalwiese. Die KG Mölle bietet Weißwurst und Brezeln an, das Zelt ist aufwendig bayrisch dekoriert und das Bewirtungsteam stilecht gekleidet. Bei den Getränkepreisen hört die bayrische Lebensart allerdings auf, denn wir sind ja in Stolberg und nicht in München. Bei uns bekommt man zum Beispiel den halben Liter echtes Oktoberfest-Bier für nur 3 Euro.

Wie finanzieren Sie das Festzelt samt Programm?

Blaszczyk: Auch wenn wir von 22 Sponsoren, denen wir sehr dankbar sind, unterstützt werden, tragen Sascha Nerlich und ich den größten Teil des wirtschaftlichen Risikos. Wir sind mit unserem Kapital in Vorleistung getreten, und wenn das Zelt leer bleibt, ist unser Geld futsch. Wir hoffen natürlich, dass sowohl das Festzelt als auch die Kinder-Party-Meile gut von den Besuchern der Stadtparty angenommen werden, damit die Geschäftsleute für ihr tolles Engagement belohnt werden, motiviert sind, im nächsten Jahr wieder mitzuziehen, und die Mühle zeigen kann: Wir sind wieder da! Was die gesamte Stadtparty anbelangt, sind wir mehr als zuversichtlich, dass sie ein Riesenerfolg sein wird.

Woher nehmen Sie diese Zuversicht?

Blaszczyk: Bei dieser Auflage Stadtparty gibt es kaum Lücken. Wir füllen den Bereich von Mühle bis Frankentalwiese mit Leben, auf dem Bastinsweiher ist der Schiffs-Model-Club, die Bundewehr zeigt eine Schau, es gibt Aktionen im Gesundheitszentrum Kleis, vor der Stadthalle steht die historische Schiffschaukel, und schon ist man in der Automeile, die bis zum Kaiserplatz reicht, auf dem sehr viel geboten wird. Im Steinweg ist der Europäische Cultur Creis aktiv, und es gibt viele Aktionen rund um Kaesmacher. In der Altstadt lockt der Kupferhof Rose und die Bodega sowie das Museum in der Torburg, und rund um die Burg kann man sich ins Mittelalter versetzen lassen. So eine große Dichte hatte die Stadtparty, glaube ich, noch nie. Mit der Veranstaltung geht es eindeutig aufwärts.

Worin sehen Sie den Aufwärtstrend begründet?

Blaszczyk: Ganz einfach darin, dass so viele Stolberger sich an der Stadtparty beteiligen. Vereine, Geschäftsleute, Initiativen, Clubs Sponsoren und Privatiers machen mit und helfen so der Stadtverwaltung, eine Party auszurichten, nach der auswärtige Gäste sagen können: Das war schön in Stolberg, da gehen wir wieder hin, vielleicht sogar auch ohne besonderen Anlass. Im Vorfeld der Stadtparty empfanden mein Partner Sascha Nerlich und ich es auf jeden Fall so, dass hier eine tolle Großveranstaltung geplant wird, und zwar miteinander und nicht nebeneinander oder gar gegeneinander.

Werden Sie mit Sascha Nerlich auch bei der kommenden Stadtparty im Bereich Mühle wieder aktiv sein?

Blaszczyk: Davon gehen wir aus. In diesem Jahr war ja nicht nur die Kooperation mit dem städtischen Party-Planer Jürgen Gerres und die Unterstützung der Geschäftsleute auf der Mühle und der Sponsoren hervorragend. Ob Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, das Ordnungsamt und die gesamte Verwaltung, Feuerwehr, Polizei – aus unserer Sicht können wir nur sagen, dass die Zusammenarbeit mit wirklich allen, die etwas mit der Stadtparty zu tun haben, außerordentlich konstruktiv und angenehm war. Daher hat uns der Stress, den die Veranstaltungsplanung mit sich bringt, auch Spaß gemacht. Wenn jetzt noch viele Leute Spaß dabei haben, die Stolberger Stadtparty auch auf der Mühle zu besuchen, haben wir alles richtig gemacht. Dann können wir eigentlich gar nicht anders, als 2014 wieder mitzumischen.

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