Stolberg-Vicht - „Berliner Salon” richtet sich im Kunsthof ein

„Berliner Salon” richtet sich im Kunsthof ein

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Arbeiten auf Papier, auf Leinwand oder figurativ im Raum, werden ab kommendem Samstag im Kunsthof Vicht zu sehen sein.

Stolberg-Vicht. Wann immer sich junge Künstler aus der Metropole Berlins zu einer gemeinsamen Schau versammeln, ist die zwanghafte Suche nach avantgardistischen Zeichen vorprogrammiert. Dazu ein bisschen Diskursdeko aus dem Theoriekonvolut und verklärt ist, was nicht erklärt werden will.

15 Berliner Künstler zeigen ab Samstag, 16. Januar, im Europäischen Kunsthof Vicht in Stolberg ihre aktuellen Arbeiten, ohne Welten bergende Klammer, ohne kollektive Narration.

Die Galeristin Angelika Kühnen wagt den Spagat und lässt sich auf die individuelle Vielfalt ein. Und so individuell ihre künstlerischen Herangehensweisen und Arbeitsstile sind, so heterogen verspricht auch die Seherfahrung für den Besucher zu werden. Die Ausstellung „Berliner Salon” verweigert sich bewusst hegemonialen Zugangsversprechen, ist vielmehr diskrete Einladung: zum relationalen Schauen, zur subjektiven Auf- und Annahme. Ob Arbeiten auf Papier, auf Leinwand oder im Raum, ob figurative oder konstruktivistische Kunst, ob Traumhaftes oder realitätsschwangere Abbildung: es obliegt dem Auge des Betrachters, hier Koinzidenzen auszumachen, Querverbindungen aufzulesen oder aber das Gemeinsame im Diversen zu verorten.

Kaum erwähnenswert daher, dass die Arbeiten allesamt im Berliner Schmelztiegel entstanden sind. Und wenn schon dann dergestalt, dass sie das vielschichtige großstädtische Leben widerspiegeln und die Nachbarschaft unendlicher Möglichkeitswelten künstlerischen Ausdrucks.

Vielfältiger Start

Es nehmen teil: Isabelle Borges, Paul Deters, Peter Feiler, Thomas Fitzen, Philip Groezinger, Jens Hausmann, Franziska Klotz, Jan Koch, Petros Nikas, Nik Novak, Jenny Oellerich, Moritz Schleime, Lars Teichmann, Johannes Weiss, Felix Wunderlich.

Niemals zuvor hat es im Kunsthof einen derart vielfältigen Ausstellungsstart gegeben. Die Künstler werden, so weit es geht, zur Ausstellungseröffnung am Samstag 16. Januar, um 16 Uhr anwesend sein. Für Kunstfreunde bietet sich bei diesem Termin die seltene Gelegenheit, Einblicke und Tendenzen in die angesagte zeitgenössische Kunst unmittelbar aus dem Schmelztiegel Europas zu bekommen.

Die Ausstellung im Europäischen Kunsthof Vicht in der Eifelstraße 61 ist bis zum 14. Februar zu sehen. Die Öffnungszeiten sind freitags, samstags und sonntags, von 12 bis 17 Uhr.
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