Stolberg - Benefizkonzert beim „Stolberger Musiksommer” begeistert Jung und Alt

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Benefizkonzert beim „Stolberger Musiksommer” begeistert Jung und Alt

Von: Marie-Luise Otten
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Das Gitarren-Ensemble mit Alexander Schwabauer (v.l.), Mats Müller, Hai-Son Pham, Stefan Kaesmacher, Fabian Kaesler und Yannick Heeren überzeugte bei seinem Auftritt. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Alle Achtung, was die jungen Leute beim Benefizkonzert im Museum Zinkhütter Hof geleistet haben! Die fünfte Auflage war wiederum ein großer Erfolg für das Organisationsteam des „Stolberger Musiksommers”. Es lag wohl an der guten Mischung des Programms, dass das Konzerthaus voll besetzt war. Für jede Altersstufe war etwas dabei.

Den Anfang machte die junge Sopranistin Miriam Löhr, die im Sommer ihr Studium am Conservatorium in Maastricht mit dem Bachelor abschließt. Sie ist ein viel versprechendes Talent. Ob Musical, Oper oder Operette - in allen Genres fühlte sie sich zuhause.

In „O mio babbino caro” (Mein lieber Vater) aus „Gianni Schicchi” von Giacomo Puccini bat sie als Lauretta ihren Vater, in die unglücklichen Familienverhältnisse einzugreifen. Für diesen guten Beitrag gab es Bravo-Rufe aus dem Publikum. Sehr schön gelang ihr „Les oiseaux dans la chamille”, Olympias seelenloses Koloraturgefunkel, das der Gestalt der Puppe in „Hoffmanns Erzählungen” von Jacques Offenbach gerecht wurde.

Die szenische Präsentation - sie musste mit einem großen Schlüssel vom Pianisten Gunther Antensteiner immer mal wieder aufgezogen werden - verlieh dem Abend noch eine besondere Note.

Von klassischer Schönheit war auch die Arie der Zerlina Batti aus „Don Giovanni” von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Stimme der 22-jährigen Sängerin, die souverän von Gunther Antensteiner begleitet wurde, bewältigte die sehr unterschiedlichen Höhenlagen der Opernarien mühelos.

Nicht alle angekündigten Stücke

Jörg Kleis am Klavier konnte die Zuhörer mit Claude Debussy, dem Maler unter den Musikern, sofort überzeugen. Seine „Arabesque Nr. 1 in E.Dur” spielte er technisch makellos, überlegt und hingebungsvoll. Der „Ragtime Dizzy Fingers” von Zez Confrey war ebenfalls ein besonderer Leckerbissen.

Robin Angermann, im Vorfeld hoch gepriesen, enttäuschte auf dem Konzertxylophon insofern, als er von den vier angekündigten Stücken nur eins präsentierte. Begleitet vom „Ensemble Way 20” mit Stefan Wendorff (E-Gitarre), Rajawarmam Thulasithas (E-Bass) und Norbert Walter Peters (Gitarre und Leitung) zeigte der 17-Jährige, der vor zwei Jahren mit dem instrumentalen Unterricht angefangen hat, dennoch Präsenz.

Einen sehr guten Eindruck hinterließen Alexander Schwabauer, Fabian Kaesler, Hai-Son Pham, Mats Müller, Stefan Kaesmacher und Yannick Heeren. Diese sechs jungen Musiker hatten sich eigens für den Abend zum Stolberger-Gitarren-Ensemble zusammengeschlossen und präsentierten sich nach einer intensiven Probenarbeit als homogene Gruppe, die den E-Gitarren neuen Glanz verlieh.

Zwei Musiker, Alex Schwabauer und Hai-Son Pham, die in der bekannten Stolberger Band „True False” spielen, holten Klänge und Klangkombinationen aus ihren Instrumenten, die kaum erwartet werden konnte. Mit dem Auszug „Sommer” aus den „Vier Jahreszeiten” von Antonio Vivaldi überführten sie die große Kunst des Barocks in die heutige Zeit und ernteten dafür viel Beifall.

Dickes Lob an Solist Mats Müller

Ein dickes Lob ging auch an Mats Müller, der mit seinen brillant gespielten Solobeiträgen „Asturias” vom spanischen Komponisten Isaac Albéniz und „Danza charakteristika” des Kubaners Leo Brouwer das Publikum verzauberte. Der lang anhaltende Applaus ließ ihn zusammen mit seinen Kollegen Alexander Schwabauer und Hai-Son Pham die Zugabe „Pathos” von Darkest Hour, einer Metalcore-Band aus Washington, spielen.

Im zweiten Teil trat das „Musikstudio Way 20” nochmals in Erscheinung, diesmal mit Robin Angermann am Schlagzeug und den Sängern Clarisse Poschen-Hoarau und Kevin Moon. Sie ergänzten das Programm mit den Eigenkompositionen „Conquise” und „First love left me blue”.

Der letzte Programmpunkt gehörte Sympathieträger Carlos Cachafeiro. Mit seinen Coversongs von R.E.M („Losing my religion”), Cat Stevens („Father and Son”) und anderen gefühlvollen Stücken sorgte er für viel Stimmung. Als Zugabe spielte er das Roadmovie „Knockin´ on Heaven´s Door”, wobei er Unterstützung von einigen Mitwirkenden des Abends bekam.

Bleibt noch Hai-Til Pham zu erwähnen. Dank seiner kompetenten Bedienung an der Technik verlief der Abend reibungslos.
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