Stolberg - Benefiz-Radtour: Wind und Regen sind kein Hindernis

Benefiz-Radtour: Wind und Regen sind kein Hindernis

Von: Dirk Müller
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Trotz des Nieselregens machen sich die Kupferstädter Benefiz-Radler unverzagt auf den weiten Weg nach Stolberg im Harz. Foto: D. Müller

Stolberg. In ihren normalen Leben sind sie Ingenieure, Fertigungssteuerer, Kommunal- und Polizeibeamte, Schlosser und Maschinenbediener. Doch seit Dienstag sind sieben wagemutige Kupferstädter in erster Linie Radfahrer - und zwar für den guten Zweck.

540 Kilometer im Sattel legen sie bis Freitag zurück und hoffen auf viele Sponsoren ihrer Benefiz-Radtour mit dem Ziel Stolberg im Harz, die in Kooperation mit „Missio” der Bevölkerung in Pakistan zu Gute kommt.

Auf ihrer großen Tour trotzen die Radler im Alter von 45 bis 51 Jahren Wind und Wetter, denn: „Wenn wir auf gute Witterungsbedingungen warten würden, kämen wir ja nie weg”, meint Reiner Schmitz entschlossen. Gemeinsam mit Axel Breda, Walter Horres, Thomas Hermanns, Karl Engels, Rolf Schmitz und Thomas Roufs macht er sich in wetterfester Kleidung und mit Bananen, Müsliriegeln und Getränken ausgestattet auf die erste Tagesetappe. „Wir müssen heute noch in Meinerzhagen ankommen - ob wir wollen oder nicht”, schmunzelt Schmitz mit Blick auf den regenverhangenen Himmel.

Übernachten werden sie in Jugendherbergen, wo sie abends auf Klaudia Bergs-Breda treffen, die im Auto mit Proviant vorausfährt. Im Harz werden die Radler von ihren Partnerinnen und Freunden abholt und die für Sonntag angesetzte Rückfahrt erfolgt motorisiert auf vier Rädern. „Die kommen am Freitagabend an, so dass wir dann eine Gruppe von etwa 20 Kupferstädtern in Stolberg im Harz sind”, beschreibt Axel Breda.

Der Leidenschaft für längere Ausfahrten mit dem Rad sind die Männer bereits vor 25 Jahren erlegen, doch begonnen hat ihre Freundschaft viel früher. „Wir sind alle ehemalige Pfadfinder des Sankt Georg Stamms Stolberg und heute im Freundes- und Förderkreis”, erklärt Walter Horres. Irgendwann habe man sich für die Radtouren begeistert, sei vor 20 Jahren erstmalig nach Stolberg in den Harz gefahren und erlebte dort 1990 den 3. Oktober und damit den Tag der deutschen Wiedervereinigung. Im Jahr 2000 wiederholten sie die Tour, traten dann aber aus familiären Gründen etwas kürzer und reduzierten den zeitlichen Rahmen ihrer Fahrten auf verlängerte Wochenenden.

„Zum 20-Jährigen wurde es nun aber wieder Zeit, in den Harz zu radeln und gleichzeitig Menschen in Not zu helfen”, sagt Schmitz, dem es wie seinen Mitstreitern wichtig ist, zu wissen, wo genau das gesammelte Geld hinfließt. Dabei unterstützt die Hilfsorganisation „Missio” die Benefiz-Radfahrer. Aufgrund heftiger, langanhaltender Regenfälle ist es in Pakistan zu einer Naturkatastrophe gewaltigen Ausmaßes gekommen, unter der die Bevölkerung nach Einschätzung von Experten noch Jahre lang leiden wird. „Missio” unterstützte schon vor der Katastrophe Aufbauprogramme in Pakistan und begleitet jetzt mit eigenen Mitarbeitern den Wiederaufbau vor Ort.

Die Stolberger Radler fahren konkret für ein Projekt, das in Pakistan von einem deutschen Geistlichen betreut wird, und „Missio” wird - genau wie diese Zeitung - detailliert berichten, was mit den gesammelten Spendengeldern erreicht werden konnte.
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