Beim TSV Donnersberg geht's nur um die Klasse

Von: Lukas Franzen
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Für die Donnerberger gilt es, vorne Tore und hinten „dicht“ zu machen. Am Sonntag ist Breinig II zu Gast beim TSV. Foto: L. Franzen

Stolberg-Breinig. Die erste Halbzeit der Hinrunde ist gespielt, die Liste der Gegentore für den TSV Donnerberg schon lang. Zweistellig war diese schon nach nur drei Spieltagen. Gegen Teutonia Weiden (1:6) und Kellersberg (0:3) gab es für den Klub vom Sender ein böses Erwachen.

Den ersten Punkt holte das Team der Spielertrainer Daniel Hoven und Torsten Hansen am dritten Spieltag gegen Weisweiler (2:2). Wer auf eine Trendwende gehofft hatte, wurde am folgenden Wochenende jedoch bitter enttäuscht. Bei Borussia Brand kam der TSV mit 0:7 böse unter die Räder. Der Aufsteiger der Vorsaison, der auf Anhieb Platz 5 in der Endabrechnung geschafft hatte, fand sich plötzlich auf dem letzten Platz der Kreisliga A wieder. „Für die meisten Spieler eine völlig ungewohnte Situation“, beschreibt Daniel Hoven. „So hoch zu verlieren, ist für viele völlig neu. Trotzdem dürfen diese Niederlagen natürlich nicht so deutlich ausfallen.“

Tabellenletzter mit vier Punkten

Immerhin: Zu Hause gegen den VfR Forst folgte die richtige Reaktion. 4:2 hieß es nach 90 Minuten für den TSV – der langersehnte Dreier. Doch in Kohlscheid gab‘s wieder eine 2:4-Niederlage, und zu Hause gegen Rhenania Würselen kamen die Donnerberger auch nicht über ein 1:2 hinaus, sind somit aktuell Tabellenletzter mit vier Punkten und dem schlechtesten Torverhältnis (minus 16) der Liga.

„Wie erwartet, ist es die schwere Saison für uns“, wiederholt Hoven die Befürchtung, die Trainerkollege Torsten Hansen bereits vor dem Saisonstart geäußert hatte. Eines hat sich nach sieben Spieltagen jedoch geändert: Während Hansen noch die Hoffnung auf einen sicheren Mittelfeldplatz hegte, schwört Hoven seine Truppe nun unmissverständlich auf den Abstiegskampf ein: „Für uns geht es in dieser Saison nur um den Klassenerhalt – da sind wir uns einig“, betont der Spielertrainer, der den Hauptgrund für die Probleme seiner Mannschaft in den Abgängen von Schlüsselspielern wie Jens Hansen und Manuel Hannes sieht. Auch hapere es momentan in der Abstimmung zwischen Defensive, Mittelfeld und Sturm.

Abstimmungsschwächen gilt es besonders im ersten Derby dieser Saison gegen Liganeuling SV Breinig II zu vermeiden. Hoven ist sich sicher: Der Aufsteiger aus der Kreisliga B zählt zu den stärksten Mannschaften der Liga. „Breinig II wird oben mitspielen. Die Mannschaft ist für mich sogar ein Aufstiegskandidat.“

Von den Top-Teams der Liga ist Breinigs „Zweite“, gemessen an ihrer bisherigen Punktausbeute, momentan jedoch (noch) sechs bis sieben Punkte entfernt. Mit zwei Siegen gegen SV Kohlscheid (3:1) und Rhenania Würselen (4:0) feierte das Team von Trainer Daniel Grewe zwar ein perfektes Debüt in der A-Liga.

Zuletzt wieder zwei SV-Siege

Dann aber folgten drei Niederlagen und wieder zwei Siege gegen Dürwiß und Kornelimünster. Dies bedeutet aktuell Rang 5 für die Schützheide-Kicker.

„Mir fehlt aktuell einfach ein richtiger Stürmer“, nennt SV-Coach Grewe die größte Baustelle innerhalb seiner Mannschaft. Nach wie vor seien Leistungsträger wie Thomas Koll, Domenic Bongard und Sascha Gelißen verletzt oder zumindest angeschlagen.

Zurückhaltend formuliert Grewe somit auch die Zielsetzung vor dem Auswärtsspiel an der Donnerberger Höhenstraße: „Der TSV Donnerberg ist ein unangenehmer Gegner, der auf dem eigenen Ascheplatz jeden Meter verteidigen und 90 Minuten Gas geben wird“, stellt sich der Übungsleiter des Sportvereins auf eine „hitzige Atmosphäre“ ein. „Mit einem Punkt wären wir zufrieden. Ein Unentschieden auswärts geht immer in Ordnung.“

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